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Archive for the ‘Kurs’ Category

 

Jetzt geht es ans Eingemachte und wird komplizierter. Es gibt keine 5 oder 10 Minuten Schreibübung, sondern wir sollen die Timertechnik anwenden. Das Ganze dauert mehr als 5 oder 10 Minuten.

Was verbirgt sich dahinter?

Zuerst geht es darum, in 2-3 Sätzen zu formulieren, was in unserem (Roman)Projekt vorkommen soll. Daraus sollen wir eine Zusammenfassung schreiben, eine DIN A 4 Seite, maximal 300 Wörter.

So geht es weiter >>

Kapitelgliederung anlegen. Es sollen 10 bis 15 Kapitel werden. Jedes Kapitel bekommt eine eigene Überschrift in Form einer Frage: Was passiert hier? Was macht Figur X und Figur Y.


Wenn diese Struktur steht, beginnt die Timertechnik, jeweils Kapitel für Kapitel. Die Uhr auf 5 Minuten stellen und alles zu der jeweiligen Überschrift dazu aufschreiben. Man muss nur die Frage beantworten und schreiben, was einem dazu einfällt.


Sind die 5 Minuten um, wird die Antwort in 3-5 Unterabschnitte gegliedert. Den Wecker auf 30 Minuten stellen und das Kapitel komplett, Abschnitt für Abschnitt, schreiben.

 

Danach 5 Minuten Pause einlegen.


 

Es folgen 30 Minuten, um das zuvor geschriebene Kapitel zu überarbeiten. Sind die 30 Minuten um, lässt man das überarbeitete Kapitel ruhen. Sollte noch Schreibzeit übrig sein, startet man ein weiteres Kapitel.

Mein bisheriges Ergebnis >>

Bei meinem Projekt sind es 7 DIN A 4 Seiten geworden, den Inhalt grob zusammenzufassen. Die Geschichte habe ich von Hand in einem dafür angelegten Spiralblock notiert.

Die Wörter zähle ich nicht. Grob festgelegt habe ich bis jetzt 6 Kapitel, aber ohne Überschriften. Das müsste ich noch machen und auch die restlichen Kapitel erstellen.

Das passiert natürlich nicht alles an einem Tag, auch nicht die Kapitelerstellung. Gemäß Schreibtraining sollen es 10-15 Kapitel werden. Man muss nicht Adam Riese sein, um hochzurechnen, wie viele Stunden die 5 und die 30 Minuten zusammen ergeben, wenn man von 15 Kapiteln ausgeht, und die Pausen mit einrechnet. Somit müsste ich meine Ziele für die kommenden Wochen neu formulieren und den Gegebenheiten anpassen. 🙂

 

 

Morgen würden wir uns dann um das erste Kapitel kümmern. Den kostenlosen Kurs „Schreibgewohnheiten trainieren“ habe ich HIER gefunden.

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Gleich beginnt ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag im Call Center einer seriösen Firma, die eine kostenfreie Verkaufs-Hotline eingerichtet hat, an die sich die Kundschaft auch mit allen Problemen rund um die Produkte wenden kann. Eines der Telefone bediene ich als Call Center-Agentin:

 

Herzlich willkommen bei der Firma xxx, mein Name ist Rosi Randale, was kann ich für Sie tun?“

Ha ha, Rosi Randale, wollen Sie mich veräppeln?“

Kann man jemandem am Telefon an die Gurgel gehen? Ich kann. Gleich.

Herzlich willkommen bei der Firma xxx, mein Name ist Rosi Randale, was kann ich für Sie tun?“

Hallo Rosi, ich kenne nur die Rosi aus dem Sperrbezirk, ihre Nummer ist 32168. Habe schon hundertmal da angerufen, aber die hebt nie ab.“

Wie viele Jahre muss ich mir das noch anhören? Nach der innerlichen Kündigung sollte ich bald Taten folgen lassen. Am besten gleich.

Herzlich willkommen bei der Firma xxx, mein Name ist Rosi Randale, was kann ich für Sie tun?“

Bei euch kann man ja umsonst anrufen. Kannst Du mal die oberen Knöpfe Deiner Bluse öffnen?“

Ich lege gleich auf.

Herzlich willkommen bei der Firma xxx, mein Name ist Rosi Randale, was kann ich für Sie tun?“

Ich bin im Auto unterwegs. Vor mir zuckelt ein Bus her. Quer über dem Fenster und darunter steht ganz groß Werbung. 0800xx0x000. Ruf‘ mich an. Das mache ich jetzt. Ist sowieso total langweilig hinter einem Bus herzufahren. Stinken tut es auch. Ich hab‘ ein Caprio, musst Du wissen. Kannst Du meine Musik hören? Hab‘ extra ein bisschen mehr aufgedreht.“

Seit wann duzen wir uns? Was interessiert mich dem seine Mucke. Ich will hier raus. Am besten gleich.

Herzlich willkommen bei der Firma xxx, mein Name ist Rosi Randale, was kann ich für Sie tun?“

Hallo? Ist da jemand dran? Ich habe meinen Einkaufszettel verlegt und wühle mich gerade durch die Zettel, die da im Flur auf dem Schränkchen neben dem Telefon liegen. Sie wissen schon, in dem Korb, in den man alles hinein schmeißt, das man bestimmt noch mal gebrauchen kann oder das man eben nicht wegwerfen will, weil man es bestimmt noch einmal gebrauchen kann. Habe einen Zettel mit Werbung und Ihrer Nummer gefunden. Dachte, da rufe ich mal an. Haben Sie auch so ein Körbchen neben dem Telefon auf dem Schränkchen im Flur stehen? Bei mir ist der Flur ganz mickrig, gerade mal Platz für eben dieses Schränkchen und eine Hängegarderobe. Die hat mein Fritz viel zu weit oben angebracht, dass ich kaum einen Kleiderbügel abnehmen kann, um meinen Mantel aufzuhängen. Es ist schon empfindlich kalt, wenn ich morgens mit dem Waldi raus muss. Sie wissen schon, Waldi ist mein Dackel. Der ist ein Lieber, aber raus muss er eben, auch wenn es empfindlich kalt ist. Kann den ja nicht in die Wohnung machen lassen…“

Ein Königreich für eine Zigarette. Ich lasse die Oma, übrigens Ilse Herold, die mindestens zweimal die Woche anruft, einfach in der Leitung und gehe in den Raucherraum. Ist direkt gegenüber. Bin gleich wieder da, Oma Ilse.

Herzlich willkommen bei der Firma xxx, mein Name ist Rosi Randale, was kann ich für Sie tun?“

Hallo Rosi, welchen Schlüpfer trägst Du heute? Kannst Du den an der richtigen Stelle mal ein bisschen für mich zur Seite schieben? Mir ist schon ganz heiß…“

Gleich wird Dir noch heißer und hoffentlich explodierst Du, Du Depp, wenn ich meine Hasskanonade mit Schimpfwörtern über Dir abfeuere. ‚Sie Depp‘ sagt man ja wohl eher nicht.

Herzlich willkommen bei der Firma xxx, mein Name ist Rosi Randale, was kann ich für Sie tun?“

Rosi, wann hast Du eigentlich Feierabend? Ich warte unten auf dem Parkplatz auf Dich, es ist gleich 18:00 Uhr…“

Oh Gott, noch so ein Irrer. Der Pförtner muss mich zum Auto bringen, sonst mache ich mir gleich ins Hemd. Meine Nerven liegen blank. Heute ist es wieder extrem zum Fürchten. Habe noch nichts verkauft, dann steigt mir der Chef aufs Dach, außerdem gibt es keine Provision am Monatsende. Trotzdem gönne ich mir jetzt gleich ein Späßchen. Habe ich mir verdient.

Herzlich willkommen bei der Firma xxx, ich bin der Kaiser von China, was kann ich für Sie tun?“

Äh, wie bitte? Das ist ein Testanruf, hier spricht Ihr Abteilungsleiter Gustav Semmel. Kommen Sie bitte gleich in mein Büro!“

 

Gleich ist das fünfte Wort in seinem *.txt-Projekt von HIER. Die Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder nicht mehr lebenden Personen und etwaigen Begebenheiten sind rein zufällig und nicht gewollt.

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Himmel oder Hölle

 

Engel oder Teufel

 

Liebe, Eintracht und Harmonie oder

Hass, Rache und Vergeltung

 

Schöner Palast mit Garten und Pool oder

Holzhütte, aber Herr deiner selbst

 

Gut bewacht oder

nicht beschützt, aber frei

 

Essen im 4 Sterne Restaurant oder

Bohnen aus der Dose, trockenes Brot

 

Schlafen in der King-Size-Suite oder

auf dem Fußboden im Stroh

 

Champagner schlürfen oder

Wasser aus dem Bach, direkt aus der Hand

 

Ach verdammt, ich hab‘ ihn betrogen und er hat es gesteckt bekommen. Was mir gleich blüht, wenn er durch die Tür kommt, wage ich mir in meinen kühnsten Albträumen nicht auszumalen, will ich auch gar nicht. Der Abgrund war noch nie so nah.

 

Gratwanderung ist das erste Wort, das es in seinem Projekt HIER gab. Ich bin spät eingestiegen, habe mir alle Wörter notiert und lasse die Grauen mal machen. Die Textminiatur, die sie HIER ins Leben rief, gefällt mir gut, deshalb ist eine weitere entstanden.

 

Nicht vergessen, viel trinken. Ich bevorzuge Tee in allen Variationen, kalt oder heiß, aus dem Glas oder der Tasse.

Abwarten und Tee trinken

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Den Abend halte ich mir heute allgemein für das Schreiben und weitere Planungen für die Geschichte „Konrad“ frei. Für den Nachmittag, jetzt gleich also, habe ich mir einen Spaziergang verordnet, um die Gedanken zu ordnen und den Kopf frei zu bekommen. Ich wohne direkt am Feld- und Waldrand, somit kann ich der (Klein)Stadt schnell entfliehen.

Ich habe mir einen Karteikasten zugelegt und für jede Figur eine Rubrik mit Kärtchen gefertigt bzw. angelegt, auf denen ich notiere, was alles vorkommen soll. Manchmal fällt mir nachts etwas ein oder wenn ich stricke, am Schreibtisch andere Arbeiten erledige, draußen bin, etc. Dann schreibe ich es mir in Stichpunkten auf die Kärtchen, so dass es nicht verloren geht und schnell auffindbar ist. Kleine (A 7) Karten und Stifte habe ich überall griffbereit liegen, auch in der Handtasche. Für ausführlichere Notizen habe ich derzeit ein schwarzes Moleskine, bei dem das Lesebändchen abgerissen ist. Beim letzten Conceptum war der Gummi ausgeleiert, der das Buch zusammen halten soll. Egal. Hauptsache, es ist Papier darin, das ich beschreiben kann. Direkt in das iPad zu tippen, ohne externe Tastatur, ist mir zu mühselig. Bei der externen Tastatur ist die Halterung abgebrochen, ist nur Plastik und ziemlich winzig, um das iPad aufrecht zu halten.

Konrad“ ist ein Stück weiter gesponnen. Konrad passiert vor Schreck das Malheur, in der Kabine mit dem Schuh von der Kloschüssel abzurutschen, als er beim letzten Blick über die Trennwand direkt in die Augen der Frau schaut, und ins Krankenhaus muss. Diese Frau begegnet ihm im Krankenhaus wieder. Dort wird sie (Stadtstreicherin ohne Wohnsitz) von einer Krankenschwester mit Naturalien und hin und wieder mit etwas Geld unterstützt, die in der Tagesschicht Konrad auf der Station betreut. Auch Gerlinde, Konrads Mutter, eilt herbei, aber sie wird von der Krankenschwester hinaus geworfen, weil sie eine Szene am Krankenbett aufführt, die für die Genesung des Patienten nicht förderlich ist. Spanner im Bahnhofsklo… Peinlicher geht es kaum. Konrad kuriert seine Gehirnerschütterung und Prellungen am ganzen Körper aus.

Das alles ist Vorgeplänkel, um in die eigentliche Geschichte zu kommen. Was davon übrig bleibt, wird sich später zeigen.

Es gibt verschiedene Perspektiven: Konrad heute; Konrad in seiner Kindheit und Jugend (Rückblende) und das andere Ich, das für Spannung sorgen soll. Ich werde sehen, ob und wie das funktioniert und festgelegt ist es noch nicht endgültig.

Anmerkung: Den Beitrag habe ich gestern Mittag schon geschrieben, wie im Titel erkennbar ist, aber keine Zeit mehr gehabt, diesen im Blog einzustellen. Den Spaziergang habe ich gemacht, war gut und brachte einige neue Erkenntnisse bzw. Ideen.

Arbeitsutensilien 001

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Ziemlich eingestaubt der Blog. Das ändern wir jetzt. Aktuell bearbeite ich „Konrad“, ein besserer Arbeitstitel ist mir noch nicht eingefallen, auch nicht, wie kurz oder lang die Geschichte werden soll. Kurzgeschichten sind ja eher mein Ding, bei längeren Texten geht mir oft die Puste aus, auch wenn ich schon das ein oder andere Manuskript im Rechner habe.

Wer oder was ist „Konrad“?

Konrad“: Langweiliger Typ, 41-jährig, vor 2 Jahren erst bei Mutti (Gerlinde) ausgezogen, keine Freundin, arbeitet als Datentypist in einer Firma, freut sich am Wochenende auf Tatort und eine Flasche Bier, hat keine Hobbys. Mutti hat ihn jahrelang behütet, bekocht, seine Klamotten in den Schrank geräumt, hat sich für ihren Sohn etwas Besseres erhofft, als das, was er macht.

Das erste Mal rebelliert Konrad mit 39 Jahren gegen Mutti, indem er auszieht. Sein langweiliges Leben setzt er nun in seiner 2 Zimmer-Wohnung fort. 6 Tage die Woche Fastfood und Sonntags Tatort, einen Tag bei Mutti, die immer noch sauer ist, aber sich soweit beruhigt hat, dass sie ihren Konrad jeden Samstag bekocht.

Konrad trifft unter seltsamen Umständen auf die 37-jährige Inken, die seit 2 Jahren auf der Straße ist und sich durch das Leben bettelt. Für Konrad sind es Schmetterlingsgefühle, die erste Frau überhaupt in seinem Leben, wenn man von Mutti absieht, die ihn wahrnimmt. Für Inken ist es eher praktischer Natur, Dach über dem Kopf, Bett zum Schlafen, Essen vorhanden.

Wie es zu dem Treffen von Konrad und Inken unter seltsamen Umständen kommt, folgt unten im Text, den sich meine „Grauen im Oberstübchen“ ausgedacht haben, den sie unbedingt auf Papier (im PC) formuliert sehen wollten. Ganz sicher habe ich noch nie in einem WC in der Kabine über die Trennwand den Herren am Waschbecken oder an den Pissoirs zugeschaut. 🙂

Natürlich ist das noch nicht alles, es ist ein Anfang. Wie es weiter geht, schreibe ich bald. Es gibt noch die andere Seite in Konrad, die keiner kennt, Mutti nicht, am wenigsten er selbst…

Manchmal genügt ein Stichwort, um die Grauen da oben zum Werkeln zu bringen. Zum Beispiel HIER. Manchmal sind es Bilder oder Gelesenes, die zu weiteren Schreibtaten führen. Im ersten Quartal 2015 habe ich sehr viel gelesen, wie es HIER und HIER beschrieben ist.

Der Text zu „Konrad“, von den Grauen aus dem Oberstübchen, nicht zensiert, nicht überarbeitet >>

Konrad rannte durch die Tür zur Bahnhofhalle, nicht auf die Passanten um sich herum achtend. Er musste so dringend, wie schon lange nicht mehr, glaubte, dass er es keine zwei Sekunden länger einhalten könne. Jetzt rechts am Kiosk mit der hübschen Verkäuferin vorbei, unter dem grünen „Ausgang“-Schild durch, noch ein paar Meter weiter, dann stand er vor den Toiletten. Der grüne Plastikstuhl auf Metallbeinen war leer, auf dem Teller lagen ein paar Münzen. Konrad kümmerte sich nicht darum, sondern stieß die Tür zur Herrentoilette auf. Mit einem Blick erfasste er den Raum, sah an den Pissoirs einen Mann im Anzug stehen, der sich ebenfalls Erleichterung verschaffte. Die Tür zu einer Kabine war halb geöffnet, also frei, und Konrad stürmte darauf zu, ohne auf den Mann am Pissoir zu achten. Er schloss seine Tür ab, stellte sich vor die Schüssel, öffnete seinen Hosenschlitz und endlich konnte er dem Drang seiner Blase nachgeben. Das war knapp. Sich neben den Mann im Anzug zu stellen, kam für Konrad nicht in Frage, dort hätte er sich beobachtet gefühlt und hätte nicht gekonnt. Er hörte, wie der Mann die Toilette verließ, blieb weiter in seiner Position vor der Schüssel, auch wenn er längst fertig war, und wartete. Draußen wurde die Tür erneut geöffnet, aber zur Reihe mit den Kabinen kam niemand. Langsam zog er den Reißverschluss seiner Hose wieder hoch. Seine Hand war schon über der Taste zum Spülen, aber er zögerte. Es drangen Geräusche zu ihm, die er nicht einordnen konnte. Als ob sich jemand mehr auszog, als nur die Hose herunter zu lassen. Konrad spürte, wie sein Herz schneller pochte, verstand aber nicht, warum. Mit Männern hatte er nichts am Hut. Er stieg leise auf den Rand der Toilettenschüssel und wagte einen schnellen Blick über die Trennwand der Kabine in den Vorraum. Er fühlte sich in seine Jugend zurück versetzt, bei dem Anblick, der sich ihm bot. Leise stellte er sich zurück auf den Boden, musste die Eindrücke zuerst verarbeiten, die sich ihm boten. Hoffentlich hörte sie da draußen seinen Herzschlag nicht oder sah am Ende seinen Kopf über der Trennwand, wenn er noch einen Blick riskierte.

Es war eindeutig eine Frau, die sich im Vorraum ihrer Kleidung entledigte, nicht nur die Jacke, sondern auch der Pullover, die Bluse, ein Unterhemd, Socken und eine Unterhose landeten auf einem Stapel schmutzig-grauer Wäsche. Nackt stand sie am Waschbecken und ließ rosa Seife aus dem Spender in mehrere Papiertücher laufen, die sie darunter hielt.

Konrad hatte seine Position auf dem Rand der Toilettenschüssel wieder eingenommen und lugte über die Trennwand nach draußen. Es war lange her, dass er eine nackte Frau gesehen hatte. Zuletzt seine Mutter, als er noch ein kleiner Junge war. Die Frauen in den Hochglanzmagazinen, die er in einem alten Aktenkoffer unter dem Bett verwahrte, sahen anders aus, hatten überhaupt keine Ähnlichkeit mit der Frau im Vorraum. Trotzdem konnte er den Blick nicht von ihr abwenden. Er spürte ein leises Ziehen in den Lenden und eine Regung in seiner Hose.

Schnell und lautlos glitt er auf den Boden zurück, wischte sich den Schweiß von der Stirn. Konrad stellte sich vor, was passieren würde, wenn jetzt jemand in die Herrentoilette kommen würde. Die Frau war aber entspannt, nichts deutete auf Hektik oder gar Angst hin, dass genau das geschehen könnte. Einen letzten Blick wollte er riskieren, nur um sicher zu gehen, dass ihr nichts passierte und sie wirklich alleine war. Er war ja schließlich kein Spanner.“

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Aktuelle Wörterzahl: 15.207

09.07.2014:

Erster Satz im Text: Hollinger und Mathilda waren nicht seine einzigen Probleme.

Letzter Satz im Text: Den letzten Satz erspare ich euch heute, weil der bei der Überarbeitung sofort gelöscht wird… 😉

08.07.2014:

Erster Satz im Text: Er klickte auf „E-Mail senden“, erleichtert lehnte er sich in seinem Stuhl zurück, nahm noch einmal seine Liste in die Hand, überflog diese, um sicher zu gehen, dass er nichts vergessen hatte.

Letzter Satz im Text: Michael ging mit seinem Glas nach draußen vor die Haustür, steckte sich eine Zigarette an, inhalierte tief den Rauch ein und trank einen Schluck.

07.07.2014:

Erster Satz im Text: Hatte er einen Brummschädel.

Letzter Satz im Text: Auch beim Lesen der Zeitung waren sie ein eingespieltes Team.

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Gestern habe ich geschludert, fast nichts geschrieben. Die Nervennahrung hat nichts genutzt, war aber lecker >>

Nervennahrung 04072014 002

Erster Satz 04.07.: Mit einem hämischen Grinsen blieb Michael dicht hinter ihr, als sie sich von der Tür weg und zu ihm umdrehte, er folgte ihrer Umdrehung, blieb in ihrem Rücken.

Letzter Satz 04.07.: Da er hinter ihr stand, sah sie den Schlag nicht kommen, der sie für eine Weile in die Ohnmacht und die rettende Dunkelheit beförderte.

Heute bin ich aber in die Puschen gekommen.

Erster Satz 05.07.: Elisabeth stand vor dem Spiegel in ihrem Schlafzimmer, zupfte an ihrer Bluse eine nicht vorhandene Falte gerade, rückte den Reißverschluss ihres schwarzen Rocks zurecht und überprüfte, ob ihre Strümpfe keine Laufmaschen aufwiesen.

Letzter Satz 05.07.: Seit wann waren Nikotin, Fett und Alkohol gesund?

Wörterzahl insgesamt: 8.143

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