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Posts Tagged ‘Krimi’

Bei ihr HIER gesehen, kurzfristig gedacht, das kann ich nicht, aber den Grauen im Oberstübchen einen Auftrag hoch geschickt, die machen lassen und gewartet.

In einer Tabelle Sokolov und Heimlein gegenüber gestellt, das ordnet die Gedanken, man kann schön unter jedem Namen seine Einfälle und die Begebenheiten notieren. Die ersten Notizen sind von Hand geschrieben. Eigentlich sind es keine Notizen, sondern es ist schon die Geschichte.

Heimlein ermittelt 1 Heimlein ermittelt 2

Okay, bei ihr heißt der Geiger und Bösewicht Sokolew, bei mir Sokolov, der Name hat sich direkt ergeben. Manchmal finden Namen zu uns, auch wenn diese schon vorgegeben sind. Ich lasse das jetzt so, bin aber über die 6 Normseiten weit hinaus. Somit: Text ruhen lassen, überarbeiten und kürzen und dann schauen, ob es lese-tauglich ist.

Fortsetzung folgt. Mein Arbeitstitel (vorerst): „Kommissar Zufall“.

Ich finde dieses Ad-hoc-Schreiben total cool. Meist denke ich, dass das nichts für mich ist, aber wenn ich die Grauen machen lasse, kommt immer etwas dabei herum. Ob es tauglich ist oder nicht, spielt vorerst keine Rolle, mir gefällt schon, dass zu einem bestimmten Thema überhaupt eine Geschichte produziert wird.

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Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich verkünde nun den Sieger der diesjährigen Ausschreibung in der Kategorie Kurzgeschichte im Genre Thriller, die mit stolzen 20.000 Euro dotiert ist. So eine hohe Summe gab es noch nie!“

Gleich würde der Moderator meinen Namen ausrufen: Vince Frei! Ich bin mir meiner Sache so sicher, wie noch nie in meinem Leben zuvor. Neben mir sitzt Leonie, hält vor Aufregung meine Hand so fest umklammert, dass es schmerzt.

Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte mich zuerst recht herzlich bei unseren Sponsoren bedanken, ohne die es diese Ausschreibung und diesen sagenhaften Preis nie gegeben hätte.“ Der Moderator wartet, bis der Applaus verebbt und die Sponsoren in der ersten Reihe wieder sitzen.

Aber nun möchte ich Sie, verehrtes Publikum, nicht länger auf die Folter spannen. Ich darf auf das Podium bitten.“

Vince Frei!“, jubelt es in meinem Kopf, ich mache mich bereit, aufzuspringen und nach vorne zu gehen.

Frau Leonie Sommer! Herzlichen Glückwunsch! Kommen Sie bitte zu mir nach vorne.“

Tosender Applaus bricht los. Halluziniere ich?

Mich zieht es in den Sitz zurück, eine unsichtbare Hand greift nach meiner Kehle, der Hemdkragen wird eng, die Luft knapp, der Platz neben mir ist leer, aber mein Kopf ist voll und dröhnt. Meine heißgeliebte Leonie stöckelt in Richtung Podium, ohne sich auch nur einmal nach mir umzudrehen. Ich ringe nach Atemluft, meine Gedanken fahren Achterbahn, während Leonie auf der erhöhten Bühne mit der Lesung beginnt. Die Worte, die sie liest, kann ich mitsprechen, jedes einzelne, alle.

Das ist meine Geschichte, die ich auf Leonies Anraten in den Müll geworfen habe, weil zu schlecht, nicht gut genug für einen 20.000 Euro-Wettbewerb. Ihre Worte hallen in mir nach: ‚Nicht tragbar. Schrott. Vince, schreibe etwas anderes, etwas besseres, für mich, das kannst du doch, das weiß ich“.

Viele Nächte habe ich mir mit meiner neuen Geschichte um die Ohren geschlagen, damit diese noch besser als die Vorherige wird. Tagsüber träumen Leonie und ich vom Gewinn, mit dem wir die Anzahlung für das Hausboot, unser beider Traum, leisten wollen, auf dem ich in greifbarer Zukunft meine Geschichten schreibe, während sie sich um unser Kind kümmert.

‚Ich schreibe doch nur für dich, Vince, nicht für die Öffentlichkeit, das weißt du,‘ höhnt es in mir. Leonie und schreiben? Mir will kein einziger Satz einfallen, den ich in der Vergangenheit von Leonie zu lesen bekommen habe. Wahrscheinlich ist sie gar nicht schwanger und wenn doch, dann nicht von mir. Auch nur so ein Bluff, mit dem sie mich geködert hat, um an meinen Text zu kommen. In meinem Kopf ziehen Bilder wie ein Kinofilm vorbei, Leonie und ich an romantischen Abenden bei Kerzenschein. Heiße Nächte, in denen wir Sex haben, bis wir eng umschlungen in die Laken zurück sinken. Alles nur Mittel zum Zweck!?

Gestern in der Vorfreude habe ich doch nur zwei Gläschen Bourbon getrunken. Oder sind es doch mehr gewesen?

Ich zerre an der lächerlichen Krawatte, die ich nur wegen Leonie trage, reiße den obersten Hemdknopf auf. Mein Hals ist wieder frei. Ich sauge die Luft in mich hinein, springe von meinem Stuhl hoch:

Das ist meine Geschichte! Ich kenne jedes Wort!“

Es ist totenstill im Saal, auch Leonie höre ich nicht mehr. Schnell gewinnt sie ihre Fassung zurück, liest weiter, als ob ich nichts gesagt habe, als ob ich gar nicht da sei. Der Moderator blickt irritiert zwischen Leonie und mir hin und her, als verfolge er den Ball bei einem Tennismatch, schließlich nickt er fast unmerklich.

Ein Loch tut sich unter mir auf, verschlingt mich, ich versinke in der Elbe mit dem Hausboot, das ich mit nie Leonie haben werde.

Zwei Männer, Typ Kleiderschrank, in weißen Kitteln, zerren mich aus meiner Sitzreihe, vorbei an mitleidigen Blicken und stummen Vorwürfen für den armen Irren, der keine Niederlage erträgt, der nicht verlieren kann. Ich versuche die Typen abzuschütteln, aber die Griffe an meinen Armen werden stärker. Meine Gedanken drehen durch. Ich will noch mehr über meine Geschichte hinaus schreien. Jeder soll es hören, dass es mein Text ist, aber trotz geöffnetem Mund bleibe ich stumm.

Ich liege auf dem Fußboden, der Moderator geht neben mir in die Hocke, legt mir beruhigend die Hand auf die Schulter.

Der Kleiderschrank im weißen Kittel kniet auf der anderen Seite, zieht eine Spritze auf, mein Hemdsärmel wird nach oben gerollt: „Das sind die Nerven. Wir geben Ihnen eine Beruhigungsspritze, gleich geht es Ihnen besser.“

[Vorerst letzte Version nach der Überarbeitung]

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Der Textcontainer von Hanna Mandrello [HIER angekündigt] gefällt mir richtig gut, weil man darin all seine Werke aufbewahren kann, die vielleicht noch nicht für die allgemeine Öffentlichkeit bestimmt sind. So hat man alles schön im Blick und kann seine Projekte und Ziele weiter verfolgen. Dies führte zu dem Entschluss Vicszettelkasten anzulegen, der mit einem Passwort geschützt ist, und meine aktuellen Projekte und weitere Texte dort abzulegen.

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Über:

In Vicszettelkasten sammle ich meine Geschichten, Ideen, eben alles, was ich in die Tasten haue.

Unterteilt in die Kategorien Kurzgeschichten, 5-Minuten-Prosa, Projekt bzw. Projekt-bezogener Name, Gequirlter Mist.

 

Wenn jemand gerne mitlesen möchte, dann bitte im Kommentar melden. Ich würde mich über Leser freuen. 🙂

 

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Zum Leseverhalten: Ich lese gerne Thriller, es kann durchaus zur Sache gehen, ich halte einiges aus. Ich lese gerne Krimis, wenn diese flüssig geschrieben sind, fühle mich bei jenen, die in meiner Region spielen, heimisch, kann mir dann gut die Orte vorstellen, in denen die Geschichten spielen. Ich bin quasi zu Hause. Thriller müssen nicht unbedingt in meiner Region spielen, besser weit weg und bei den anderen ist mir da schon lieber. Phantasie und Realität gehören untrennbar zusammen.

Zum Schreibverhalten: Ich plotte aktuell munter vor mich hin, habe „Konrad“ und „Sandholm“ in Arbeit. Ich bin mehr dem Thriller zugewandt, dennoch erwische ich mich immer wieder, dass es beim Plotten auf den Krimi hinaus läuft, obwohl ich das gar nicht will. Ich finde Ermittlungsarbeit total ermüdend, wenn ich darüber schreiben soll. Mir kommt es vor, als ob ich mich in Nebensächlichkeiten ergehe und in Details verliere, die ich nicht haben will. Das ist sicher mein persönliches Empfinden, ohne Ermittlungsarbeit funktioniert ja kein Krimi, aber den will ich auch nicht schreiben.

Das Vorhaben: Ich stelle den Plot zu „Sandholm“ fertig, „Konrad“ muss warten, denn „Sandholm“ reizt mich gerade mehr, und entscheide dann, wie der Verlauf sein wird bzw. wie ich meine Gedanken und Ideen zu einer Geschichte formulieren kann, damit es so wird, dass ich diese auch gerne lesen wollen würde. Wenn ich beim Schreiben schon merke, dass ich das gar nicht lesen will, dann stimmt etwas nicht. Der innere Kritiker hat seine Arbeit aufgenommen, ohne dass er gefragt worden wäre.

Aktueller Lesestoff: „Der letzte Morgen“ von Ryan David Jahn [Klick auf das Buchcover unten führt zum amazon-Link]. Es spielt im Jahr 1954 (weiß es gerade nicht genau, kann auch 1952 sein) und der Schreibstil passt absolut in diese Zeit: kantig, eckig, nicht flüssig. Ich muss immer an Western denken, obwohl null Western darin vorkommt. Auf dem Cover steht „Thriller“, den ich bis jetzt noch nicht gefunden habe (50 % gelesen). So hat jeder seine Assoziationen, sein eigenes Kopfkino, wenn er etwas liest.

Cover Der letzte Morgen

Kleiner Auszug aus „Der letzte Morgen“ (bei dem ich mich frage, ob ich das so schreiben wollen würde, wobei es absolut in diese Geschichte passt): „Wenn es jetzt nichts wird mit dem Scheißen, vergeht noch ein weiterer Tag, bis er kann, und er ist jetzt schon zwei Tage überfällig. Er versucht, so gesund wie möglich zu bleiben, ist bemüht, ganz normal zu funktionieren.“ [Nach diesem „Erlebnis“ pfeift er sich erst einmal einen „Hit“ rein]

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Neuer Versuch. Das Gerät mindestens 6 Stunden an der Ladestation gelassen, am Nachmittag auf den Balkon in die Sonne gesetzt und getippt. Diesmal wurden es 762 Wörter und 4.579 Zeichen, immerhin mehr als gestern. Ausgegangen ist das Gerät nicht, hat brav seinen Dienst getan.Mit dem Curser kann man wohl schnell zurück „blättern“, aber da man nur 4 Zeilen sieht, wäre es mühselig weiter im Text zurück zu gehen. Einfach schreiben, überarbeiten, löschen, usw. kann man hinterher am PC immer noch.

Anführungsstriche nicht gefunden, deshalb gibt es keine. Auch „ß“ nicht gefunden, mich aber davon nicht aufhalten lassen. Y und Z sind eine Katastrophe, die sollten nun echt an der richtigen Stelle sein, sind sie aber nicht. Wenn man jahrelang mit dem linken Zeigefinger Z tippt, kann man von sich nicht erwarten, dass man innerhalb von 2 Tagen umgepolt ist und Z jetzt mit dem linken kleinen Finger tippen soll. Mit dem Y verhält es sich umgekehrt.

Das Ergebnis folgt unten. Wem das zu ätzend ist, der sollte jetzt hier mit dem Lesen aufhören. 😉

Hilfsmittel für Schreiber 001 NaNo Sommer Camp Tag 2 001

Die Haustuer oeffnete sich und noch ehe er aus seiner verkrampften Haltung aufstehen und lossprinten konnte, krachte etwas gegen seinen Schaedel. Ein Schmery liess ihm die Traenen in die Augen schiessen und er sackte nach vorne, direkt mit dem Gesicht auf den Boden. Er versank in die erloesende Bewusstloskigkeit.

In seinem Kopf sass jemand und trommelte mit dem Hammer einen Rhzthmus, der bei jedem Schlag einen Stich bis in die Augen verursachte. Er sah nichts, obwohl er glaubte, die Lider geoeffnet yu haben. Schwary. Er blinyelte ein paar Mal, jetyt nahm er Schemen wahr, grau, weiss. Etwas yog an ihm, so dass er sich nicht bewegen konnte, dabei haette er gerne die Hand ueber die Augen gelegt, um das Blenden abyustellen. Er wartete, probierte es erneut. Nichts geschah. Den Kopf konnte er nach links bewegen, yurueck und dann nach rechts. Da sass jemand.

Endlich wach!

Es war mehr ein Bellen als eine Feststellung und es klang nicht so, als ob dieser jemand eine Antwort erwartete. Gany abgesehen davon, dass er nicht faehig war, ueberhaupt etwas yu sagen.

Da haben Sie sich ja endgueltig in die Scheisse geritten!

Die Tuer flog auf und herein wehte eine weisse Gestalt.

Schamen Sie sich, so mit dem Patienten yu sprechen. Er braucht Ruhe und Sie gehen jetyt besser.

Die weisse Gestalt yog den anderen Mann aus dem Yimmer. Er blieb in seiner Hoelle yurueck, schloss die Augen und wartete darauf, dass der Hammermann in seinem Kopf mit seinem Rhzthmus fertig wurde. Nach und nach stellten sich die Erinnerungen ein. Ihm fiel das Yielobjekt, eigentlich muesste es korrekt Yielsubjekt heissen, aber alle sagten immer nur Yielobjekt. Er war mit seinem Partner in Stellung vor dem Haus des Yielobjektes gegangen, er selbst vorne, der Partner hinter dem Haus. Ob sie den Mann erwischt hatten oder hatte es nur ihn getroffen? Der Mann im Yimmer war sein Chef, den hatte er an de Stimme erkannt. Er war nie freundlich yu ihm, sie konnten sich einfach nicht leiden. Das war schon immer so und wurde wohl auch so bleiben. Er schaffte es nicht, mit dem Chef gut ausyukommen, weil er eben nicht nach dessen Pfeife tanyen wollte. Weil er aber gut war, hatte der Chef ihn noch nicht gefeuert. Nur deshalb, weil er ohne ihn keine Erfolge vorweisen konnte, weil er selbst nicht in der Lage war, das Team yu fuehren, wenn viel Arbeit anlag, Ueberstunden gemacht werden mussten, die Leute yu motivieren, am Ball yu bleiben, nicht aufyugeben, auch wenn Ermittlungsarbeit ueber lange Strecken langwierig und ergebnislos erschien.

Sie hatten es vergeigt. So musste es sein, denn sonst waere der Chef erst gar nicht bei ihm aufgetaucht, egal, wo er gerade war.

Hallo Herr Sandholm, wie fuehlen sie sich?

Die Stimme klang wie Samt. Er oeffnete die Augen, nun sah er klarer. Ein huebsches Gesicht beugte sich yu ihm herunter und er schaute in das blaue Meer. So blaue Augen hatte er bei noch keiner Frau gesehen.

Hmhm, geht so, nuschelte er. Mehr kam nicht aus ihm heraus.

Das wird schon wieder. Nur Geduld.

Sie klang fast wie seine Mutter, Er veryieh ihr, versuchte ein Laecheln, das wahrscheinlich wie eine Grimasse aussah, so wie es bei ihm im Gesicht schmeryte. Sie taetschelte ihm kury die Schulter.

Der Aryt kommt gleich yu ihnen, Herr Sandholm.

Damit verliess sie das Yimmer und er war wieder sich selbst ueberlassen. Hellgrauer Puty an den Waenden, rechts neben ihm ein leeres Krankenhausbett mit dem ueblichen gelb-weissen Bettyeug, ein Nachtschrank, auf dem keine Blumen standen, aber eine Flasche Wasser und eine Schnabeltasse. Herrgott, wie im Seniorenheim. Er hob muehsam den Kopf ein paar Yentimeter, schaute an sich herunter, war natuerlich auch mit dem gelb-weissen Bettyeug yugedeckt. Warum konnte er seine Arme nicht bewegen? War er am Ende verletyt worden oder gar gelaehmt?

Die weisse Gestalt wehte herein und positionierte sich neben dem Bett.

Ich bin Dr. Kramhof, Ihr behandelnder Aryt. Wie geht es Ihnen? Koennen Sie sprechen?

Geht so.

Das wird schon wieder. In ein paar Tagen sind Sie wieder gany der Alte und das Reden klappt dann auch.

Er sammelte seine Gedanken und fragte: Ich, schwer verletyt? Kann mich nicht bewegen…

Dr. Kramhof nestelte an seiner Kitteltasche herum, fuhr sich mit der Hand ueber das Kinn, als muesse er ueberlegen, was er darauf antworten konnte.

Lassen Sie sich das alles spaeter von ihrem Chef erklaeren, wenn es Ihnen besser geht. Ausser einer kleinen Gehirnerschuetterung und ein paar Schürfwunden im Gesicht haben Sie nichts davon getragen.

Arme und Haende? Nicht ruehren.

Wieder eine kurze Pause, dann: Man hat uns aufgetragen, Sie am Bett yu fixieren.

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Dora Nait: Exit Hähnchengrill [Kurzgeschichte in 8 Kapiteln]

Cover Dora Nait Exit Hähnchengrill

[Foto: Blog Tinte und Papier HIER]

Beim Stöbern im Netz darauf gestoßen und gleich gelesen. Mit gefiel die Geschichte gut, habe alle 8 Kapitel hintereinander weg gelesen. Es ist zwar damit keine Aufgabe von Daggis Buch-Challenge 2015 HIER erfüllt und ich weiß auch nicht, wie viele Seiten der Text insgesamt hat, aber ich habe gelesen, deswegen kommt es hier rein.

Wenn man im Blog bei IHR ganz nach unten scrollt, kommt man auf alle Kapitel und kann lesen.

Fazit: Nette kleine Geschichte für zwischendurch. Mit „nett“ meine ich nicht die kleine Schwester von „schrecklich“, sondern positiv. 🙂

Jetzt widme ich mich wieder „Konrad“, derweil ich auf den Postler warte, der mir zwei Päckchen bringen soll. Eines kommt aus Amerika und der Auftrag war vor 11 Tagen … Ich hasse diese Warterei, wenn man keinen genauen Liefertermin bekommt. Was ich gestern mit Konrad gemacht habe, schreibe ich in einem eigenen Beitrag.

Endlich habe ich es geschafft „Schweig still, mein Kind“ von Petra Busch zu bekommen und habe zu lesen begonnen. Der erste Versuch war HIER. Danach geriet es in Vergessenheit, jetzt fiel es mir wieder ein und ich bin bei skoobe fündig geworden. Meine Erwartung ist groß, im Moment hat es mich aber noch nicht ins Buch gezogen und gepackt. „Mördchen fürs Örtchen“ lese ich zwischendurch, da es Kurzkrimis sind, kann ich diese immer mal gut einschieben.

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Ziemlich eingestaubt der Blog. Das ändern wir jetzt. Aktuell bearbeite ich „Konrad“, ein besserer Arbeitstitel ist mir noch nicht eingefallen, auch nicht, wie kurz oder lang die Geschichte werden soll. Kurzgeschichten sind ja eher mein Ding, bei längeren Texten geht mir oft die Puste aus, auch wenn ich schon das ein oder andere Manuskript im Rechner habe.

Wer oder was ist „Konrad“?

Konrad“: Langweiliger Typ, 41-jährig, vor 2 Jahren erst bei Mutti (Gerlinde) ausgezogen, keine Freundin, arbeitet als Datentypist in einer Firma, freut sich am Wochenende auf Tatort und eine Flasche Bier, hat keine Hobbys. Mutti hat ihn jahrelang behütet, bekocht, seine Klamotten in den Schrank geräumt, hat sich für ihren Sohn etwas Besseres erhofft, als das, was er macht.

Das erste Mal rebelliert Konrad mit 39 Jahren gegen Mutti, indem er auszieht. Sein langweiliges Leben setzt er nun in seiner 2 Zimmer-Wohnung fort. 6 Tage die Woche Fastfood und Sonntags Tatort, einen Tag bei Mutti, die immer noch sauer ist, aber sich soweit beruhigt hat, dass sie ihren Konrad jeden Samstag bekocht.

Konrad trifft unter seltsamen Umständen auf die 37-jährige Inken, die seit 2 Jahren auf der Straße ist und sich durch das Leben bettelt. Für Konrad sind es Schmetterlingsgefühle, die erste Frau überhaupt in seinem Leben, wenn man von Mutti absieht, die ihn wahrnimmt. Für Inken ist es eher praktischer Natur, Dach über dem Kopf, Bett zum Schlafen, Essen vorhanden.

Wie es zu dem Treffen von Konrad und Inken unter seltsamen Umständen kommt, folgt unten im Text, den sich meine „Grauen im Oberstübchen“ ausgedacht haben, den sie unbedingt auf Papier (im PC) formuliert sehen wollten. Ganz sicher habe ich noch nie in einem WC in der Kabine über die Trennwand den Herren am Waschbecken oder an den Pissoirs zugeschaut. 🙂

Natürlich ist das noch nicht alles, es ist ein Anfang. Wie es weiter geht, schreibe ich bald. Es gibt noch die andere Seite in Konrad, die keiner kennt, Mutti nicht, am wenigsten er selbst…

Manchmal genügt ein Stichwort, um die Grauen da oben zum Werkeln zu bringen. Zum Beispiel HIER. Manchmal sind es Bilder oder Gelesenes, die zu weiteren Schreibtaten führen. Im ersten Quartal 2015 habe ich sehr viel gelesen, wie es HIER und HIER beschrieben ist.

Der Text zu „Konrad“, von den Grauen aus dem Oberstübchen, nicht zensiert, nicht überarbeitet >>

Konrad rannte durch die Tür zur Bahnhofhalle, nicht auf die Passanten um sich herum achtend. Er musste so dringend, wie schon lange nicht mehr, glaubte, dass er es keine zwei Sekunden länger einhalten könne. Jetzt rechts am Kiosk mit der hübschen Verkäuferin vorbei, unter dem grünen „Ausgang“-Schild durch, noch ein paar Meter weiter, dann stand er vor den Toiletten. Der grüne Plastikstuhl auf Metallbeinen war leer, auf dem Teller lagen ein paar Münzen. Konrad kümmerte sich nicht darum, sondern stieß die Tür zur Herrentoilette auf. Mit einem Blick erfasste er den Raum, sah an den Pissoirs einen Mann im Anzug stehen, der sich ebenfalls Erleichterung verschaffte. Die Tür zu einer Kabine war halb geöffnet, also frei, und Konrad stürmte darauf zu, ohne auf den Mann am Pissoir zu achten. Er schloss seine Tür ab, stellte sich vor die Schüssel, öffnete seinen Hosenschlitz und endlich konnte er dem Drang seiner Blase nachgeben. Das war knapp. Sich neben den Mann im Anzug zu stellen, kam für Konrad nicht in Frage, dort hätte er sich beobachtet gefühlt und hätte nicht gekonnt. Er hörte, wie der Mann die Toilette verließ, blieb weiter in seiner Position vor der Schüssel, auch wenn er längst fertig war, und wartete. Draußen wurde die Tür erneut geöffnet, aber zur Reihe mit den Kabinen kam niemand. Langsam zog er den Reißverschluss seiner Hose wieder hoch. Seine Hand war schon über der Taste zum Spülen, aber er zögerte. Es drangen Geräusche zu ihm, die er nicht einordnen konnte. Als ob sich jemand mehr auszog, als nur die Hose herunter zu lassen. Konrad spürte, wie sein Herz schneller pochte, verstand aber nicht, warum. Mit Männern hatte er nichts am Hut. Er stieg leise auf den Rand der Toilettenschüssel und wagte einen schnellen Blick über die Trennwand der Kabine in den Vorraum. Er fühlte sich in seine Jugend zurück versetzt, bei dem Anblick, der sich ihm bot. Leise stellte er sich zurück auf den Boden, musste die Eindrücke zuerst verarbeiten, die sich ihm boten. Hoffentlich hörte sie da draußen seinen Herzschlag nicht oder sah am Ende seinen Kopf über der Trennwand, wenn er noch einen Blick riskierte.

Es war eindeutig eine Frau, die sich im Vorraum ihrer Kleidung entledigte, nicht nur die Jacke, sondern auch der Pullover, die Bluse, ein Unterhemd, Socken und eine Unterhose landeten auf einem Stapel schmutzig-grauer Wäsche. Nackt stand sie am Waschbecken und ließ rosa Seife aus dem Spender in mehrere Papiertücher laufen, die sie darunter hielt.

Konrad hatte seine Position auf dem Rand der Toilettenschüssel wieder eingenommen und lugte über die Trennwand nach draußen. Es war lange her, dass er eine nackte Frau gesehen hatte. Zuletzt seine Mutter, als er noch ein kleiner Junge war. Die Frauen in den Hochglanzmagazinen, die er in einem alten Aktenkoffer unter dem Bett verwahrte, sahen anders aus, hatten überhaupt keine Ähnlichkeit mit der Frau im Vorraum. Trotzdem konnte er den Blick nicht von ihr abwenden. Er spürte ein leises Ziehen in den Lenden und eine Regung in seiner Hose.

Schnell und lautlos glitt er auf den Boden zurück, wischte sich den Schweiß von der Stirn. Konrad stellte sich vor, was passieren würde, wenn jetzt jemand in die Herrentoilette kommen würde. Die Frau war aber entspannt, nichts deutete auf Hektik oder gar Angst hin, dass genau das geschehen könnte. Einen letzten Blick wollte er riskieren, nur um sicher zu gehen, dass ihr nichts passierte und sie wirklich alleine war. Er war ja schließlich kein Spanner.“

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13.07.2014 >> Der Eintrag fast ohne Worte, die habe ich alle schon verbraucht 😉

Start:

 13072014 Start NaNo Sommer Camp 2014

Ende:

13072014 Ende NaNo Sommer Camp 2014

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den bach herunter Rolf F. opal sockenwolle farbe bekennen

Foto von Rolf F. (links) und WollBox [Klick aufs jeweilige Bildchen, dann kommst Du zum Link]

Blöder Titel, ich weiß. Aber derzeit läuft es auf der Achterbahn der Gefühle und auf der parallel dazu laufenden Lebensbahn gerade ziemlich schräg. Ich bin auch noch selbst Schuld, so dass ich keinen zur Verantwortung ziehen könnte. Ich habe alles selbst in die Wege geleitet bzw. vorbereitet, zwar wusste ich es bis vor kurzem noch nicht, aber hinterher ist man ja immer klüger und sieht klarer. Unterkriegen lassen? Fehlanzeige, ist nicht. Auf zu neuen Ufern! Das gefällt mir viel besser, klingt auch motivierter, positiver und zielorientierter! Ich bin eher der „Yes, we can“-Typ, statt der Typ „Nein, schaffen wir nicht!“

Laudius ist gekündigt, der Abschluss würde mich nicht weiter bringen, „offiziell“ nicht, sonst schon.

Bewerbungen sind verschickt, das Leben muss weiter gehen, Miete muss bezahlt werden, andere Rechnungen auch. Laudius fällt in den Bereich „Luxus“ und ist somit derzeit nicht tragbar. Ich habe aber einen Kurs gefunden, der zu meinem Profil passt, mit dessen Abschluss ich etwas anfangen könnte, der bezahlbar ist. Das ist aber kein Kurs, den man einfach so bucht, man muss sich bewerben! Also, mache ich das! Sobald ich Ergebnisse bekomme, werde ich konkreter darüber berichten. Es passt auf jeden Fall gut zum Schreiben und Schreiben ist ja das, was ich machen will. Deswegen habe ich mich auch zum NaNo Sommer Camp für Juli angemeldet, weil ich jetzt keinen Grund mehr habe, es NICHT zu tun!

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Noch ungenutzt, da es mir bei Notizbüchern in schönem Gewand immer so geht, dass ich Hemmungen habe, dort hinein zu schreiben. Die uni schwarzen, weißen, flieder- und rosafarbenen Conceptum bzw. Moleskine hingegen vermitteln mir dieses Gefühl nicht. Der Einband sollte am besten schlicht und einfach sein, dann kann man direkt loschreiben. Wenn das Gewand zu aufwändig gestaltet ist, hat man das Gefühl, dass kein Satz gut genug für diese wunderbaren Bücher zu sein scheint. Das kleine Büchlein ist in die Handtasche gewandert, für unterwegs. Mal sehen, ob ich es schaffe, es einzuweihen oder ob es jungfräulich schön bleiben muss. 😉

Die Neuen:

Notizbücher 001 Notizbücher 002

Die Aktuellen, die gerade in Gebrauch sind (zweimal Moleskine):

Notizbücher 003

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