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Das Schreibtraining ging nach 30 Tagen zu Ende. Demnach hätte man sich fast jeden Tag mit einer 5- oder 10-Minutenübung aufgewärmt, die Timertechnik ausprobiert, seine 12 Kapitel am eigenen Projekt erstellt, Ideenfindung trainiert und ein Ideenbuch angelegt, in das man seine täglichen 10 Ideen notiert.

Hätte“ sagt schon aus, dass ich nicht alles gemacht habe. Das Ideenbuch ist angelegt, 10 Ideen täglich habe ich nicht notiert, aber ein paar schon. Meine 6 Kapitel am Projekt habe ich ad acta gelegt, es fehlt noch ordentlich Innenleben, um weitere Kapitel zu schreiben. Alleine mir fehlt der richtige Drive, daran zu schreiben. Also ist die Geschichte nicht gut genug, zieht mich nicht in den Bann. Solche Einsichten sind wertvoll, so verplempere ich keine Zeit mit unnötigen Dingen, die dann doch im Sand verlaufen. Weggelegt ist nicht gelöscht oder weggeworfen. Für jede Idee kommt die richtige Zeit.

Eine Idee, die ins rosa Notizbuch gewandert ist, hat mich aber gepackt, so werde ich diese weiter ausbauen, meine Karteikarten füllen und währenddessen entscheiden, ob ich damit weiter arbeiten will. Meist nutze ich die kleinen Kärtchen, um mir eine Einkaufsliste zu schreiben. Sie sind von der Größe perfekt für die Geldbörse und es passen mehrere Einkaufstage darauf. 🙂

 

 

Die 5 Minutenübung sollte zu den Wörtern Ameise, Wand und Tradition geschrieben werden. Habe ich einige Tage vor mir hergeschoben, nun aber erledigt. >>

Gleich kommt die Tante vom Jugendamt. Und wehe, ich benehme mich nicht, droht mir Mama, ich soll gefälligst meine Kleider in den Schrank räumen, das Bett machen und die Schuhe vor die Tür stellen.

In meinem Zimmer unterm Dach unseres alten Hauses stehe ich am Fenster, das mit alten Holzrahmen ausgestattet ist, der total absplittert und durch den es bei schlechtem Wetter immer herein zieht. Eine Schlange von Ameisen zieht sich von der Holzleiste des Fußbodens an der abgegriffenen Tapete mit Blumenmuster auf der Wand zum Fensterbrett, das ebenfalls aus morschem Holz ist, nach oben. Backpulver sollen wir auf die Ameisen tun, hat Uroma immer gesagt. Wie gerne würde ich mich jetzt in ihre Arme kuscheln, einen Kakao vor mir stehen haben und mich geborgen fühlen. Das alte Haus ist auch von Uroma, die es meiner Oma, dann meiner Mama vermacht hat. So will es die Tradition, sagte Uroma zu Oma, die dann später zu Mama. Bei mir endet die Tradition, ich bin kein Mädchen. Mama guckt immer so traurig, wenn sie das sagt und sie sagt es oft. Oma nickt dann immer, Uroma ist schon tot, im Himmel und schaut auf uns herab. Sie ist bestimmt über 100 Jahre alt gewesen. Wo die ganzen Männer aus unserer Familie sind, verrät mir niemand. Auch Uroma nicht, die hat mir sonst immer alles erzählt. Geheimnisse, sagte sie, gibt es in einer Familie nicht. Anscheinend doch, sonst wüsste ich, wo Uropa, Opa und Papa sind. Mama sagt mir auch nichts. Ich frage nicht mehr, weil sie mir am Anfang mit dem Kochlöffel gedroht und zum Schluss das Ding auf mir benutzt hat. Ich stochere mit einem Stock an der Wand herum, die Ameisen fallen ab wie Blätter von den Bäumen, wenn der Herbst kommt. Der ganze mühselige Aufmarsch der Ameisen in Richtung Fenster und Freiheit war umsonst. Jetzt sind sie wieder unten auf dem Boden. Wenn ich sie zertrete, dann brauchen sie nicht noch einmal da hoch zu wandern. Ich erspare denen also einen weiten Weg. Ich darf nur nicht so laut trampeln, sonst kommt Mama hoch, mit dem Kochlöffel.

Warum die Tante vom Jugendamt Tante heißt, sagt mir keiner. Was sie genau will, erst recht nicht. Nur dass sie gleich kommt. Mama ist schon den ganzen Morgen aufgeregt durch das Haus gerannt, hat hier geputzt, da sauber gemacht, Staub gewischt und Wäsche in die Waschmaschine gestopft. Sogar ein Kochtopf steht auf dem Herd. Da steht sonst nie einer. Als Oma noch laufen konnte, hat sie immer gekocht. Das geht seit einer Weile nicht mehr. In ihre Arme kann ich mich nicht kuscheln, Kakao kochen kann sie mir auch keinen.

Ich muss schnell runter. Ameisen von der Wand fegen ist eines, aber ich habe Nachbars Katze in den Schuppen gesperrt, will wissen, wie sie von innen aussieht. 465 Wörter.

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NaNo Bildchen 12

Positiv: Schon 9 Tage in Folge meine täglichen 1.670 Wörter geschrieben.

Negativ: Noch 21 Tage in Folge soll ich diesen Wahnsinn mitmachen! Das sind 3 Wochen… 😉

Aktueller Stand: 15.282 Wörter.

Die meisten mehr schlecht als recht. Keine Ahnung, warum das immer so ein zähes Schreiben ist, auch wenn ich mit der Geschichte noch ganz zufrieden bin. Für morgen habe ich mir etwas Spannendes aufgehoben, in der Hoffnung, dass der Einstieg leichter fällt bzw. der erste Schreibschub schon einen Großteil der Wörter verschluckt.

NaNo Sommer Camp Tag 2 001

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NaNo Bildchen 12

Warum tue ich mir das an? Ziemlich kurzfristig beschloss ich, den NaNo mitzuschreiben. Meine Geschichte habe ich schon Anfang Juli in Angriff genommen, immer mal wieder etwas dazu geschrieben und sie dann leicht aus dem Blick verloren. Gut, es gibt Notizen in den Kladden und meine Karten.

Die ersten 1.000 Wörter habe ich gestern geschrieben. Heute morgen folgten 600, dann wurde es zäh und ich bockig. Also, weg vom Schreibtisch. Nach einem Kalt-und-Nebel-Spaziergang und genug Kaffee im Gepäck kehrte ich wieder zum NaNo zurück. Mit neuem Elan weiter getippt und nun beende ich den Schreibwahnsinn für heute, mit dem guten Gefühl, das Soll (und ein bisschen darüber hinaus) für die Tage 1 und 2 erreicht zu haben.

Schon bei den ersten paar Seiten änderte sich die Kursrichtung im Geschehen gegenüber dem, was ich mir zuvor notiert hatte. Der intuitive Schreiber gewann die Oberhand und machte, was er wollte. Bis jetzt passt es noch gut in das Gesamtkonzept. 🙂

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Wir spielen verstecken. Ich bin schlau, steige in den alten Brunnen hinab, weit hinter unserem Haus. Das Seil hängt dort seit einer Ewigkeit, hinunter zu kommen stellt kein Problem dar. Unten ist es klamm und kalt, es stinkt verfault. Ganz anders als oben. Ich bin trotzdem glücklich, ein so gutes Versteck gefunden zu haben, gehe in die Hocke, stütze meine Arme auf den Beinen ab, den Kopf auf die Hände und warte.

Zehn Minuten. Einmal nicht der Loser sein und eines der Kinderspielchen gewinnen. Mit 14 bin ich zu alt für so etwas. Aber die Sommerferien sind lang, die meisten Freunde sind in Urlaub, nur wir bleiben daheim. Papa sagt, mit fünf Kindern und dem Hof ist kein Urlaub drin.

Ich stehe auf, gehe hin und her. Viel Platz habe ich nicht, wenn ich keine komplett nassen Schuhe bekommen will.

Jetzt könnten sie mich aber finden. Ich warte schon über eine dreiviertel Stunde. Ich habe Hunger. Und Durst. Soll ich abbrechen und aufgeben? Ich bin doch kein Mädchen, das gleich heult, wenn die Mama mal nicht zu sehen ist.

Fast 2 Stunden. In der ganzen Zeit, die ich hier unten bin, höre ich keine Stimmen. Suchen die mich überhaupt? Wenn ich nach oben schaue, sehe ich ein hellblaues Loch. Sommerhimmel.

Ich will da hoch.

Verstecken zu spielen, ist blöd. In meiner Jeans finde ich die Kippen, die ich aus Papas Jacke geklaut habe. Ich zünde mir eine an, verschlucke mich am Rauch, huste wie verrückt und im Kopf dreht sich alles. Ich werfe die halb gerauchte Kippe auf die nassen Steine.

Eine letzte Chance gebe ich denen noch. Ich rufe nach oben zum jetzt dunkelblauen Loch: „HAAAALLO!“ Niemand antwortet, auch nach fünf Minuten nicht. Wahrscheinlich sitzen die unter der alten Eiche in unserem Garten, schlürfen Mamas selbst gemachten Eistee und lachen sich kaputt. Über mich, den Loser, der noch immer in seinem Versteck hockt und darauf wartet, gefunden zu werden. Und schauen in den Abendhimmel, von dem ich nur mehr ein dunkles Loch sehe.

Ich habe Hunger. Und Durst. Scheiß‘ auf das Spiel, ob ich gewinne oder verliere. Ich erkläre das Spiel für beendet.

Ich gebe auf.“

Die drei Worte verhallen im Nirgendwo. So gerne hätte ich gewonnen. Nur einmal.

Ich packe das Seil mit beiden Händen, oben ist das himmelblaue Loch verschwunden. Alle Versuche scheitern, die Haut an meinen Händen reißt auf, es brennt und ich muss eine Pause machen. Schweiß, Schmutz und Blut vermischen sich. Ich heule, mein Körper schlottert wie bei einem Fieberanfall. Gleich streicht mir Mama die nassen Haare aus der Stirn, stellt mir einen Tee auf den Tisch und deckt mich wieder ordentlich zu.

Ich schüttele die Gedanken ab, fummele das Handy aus der Hosentasche, ich kann doch anrufen. Dass ich nicht gleich darauf gekommen bin. Schon sehe ich Papa, wie er die lange Leiter herunter lässt, auf der wir sonst die Äpfel von den Bäumen pflücken. Soll er doch schimpfen und sein Verbot zum hundertsten Mal wiederholen, dass wir nicht in den alten Brunnen steigen sollen. Das ist viel zu gefährlich. Mindestens hundertmal hat er gesagt, dass er den abdecken muss. Wir nicken immer, dann lachen wir uns schlapp, wenn er weg ist, malen uns aus, was da unten alles passieren kann. Jetzt kann ich nicht darüber lachen.

Ich verschmiere das Display meines Handys, erkenne kaum etwas. Ich drücke überall drauf, irgendwas muss sich doch tun. Ich bin zu weit unter der Erde. Kein Empfang.

Das Loch über mir bleibt schwarz.

 

Abgrundtief ist das dritte Wort aus dem *.txt-Projekt von HIER.

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Himmel oder Hölle

 

Engel oder Teufel

 

Liebe, Eintracht und Harmonie oder

Hass, Rache und Vergeltung

 

Schöner Palast mit Garten und Pool oder

Holzhütte, aber Herr deiner selbst

 

Gut bewacht oder

nicht beschützt, aber frei

 

Essen im 4 Sterne Restaurant oder

Bohnen aus der Dose, trockenes Brot

 

Schlafen in der King-Size-Suite oder

auf dem Fußboden im Stroh

 

Champagner schlürfen oder

Wasser aus dem Bach, direkt aus der Hand

 

Ach verdammt, ich hab‘ ihn betrogen und er hat es gesteckt bekommen. Was mir gleich blüht, wenn er durch die Tür kommt, wage ich mir in meinen kühnsten Albträumen nicht auszumalen, will ich auch gar nicht. Der Abgrund war noch nie so nah.

 

Gratwanderung ist das erste Wort, das es in seinem Projekt HIER gab. Ich bin spät eingestiegen, habe mir alle Wörter notiert und lasse die Grauen mal machen. Die Textminiatur, die sie HIER ins Leben rief, gefällt mir gut, deshalb ist eine weitere entstanden.

 

Nicht vergessen, viel trinken. Ich bevorzuge Tee in allen Variationen, kalt oder heiß, aus dem Glas oder der Tasse.

Abwarten und Tee trinken

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Bei ihr HIER gesehen, bei ihm HIER gestartet, hatte ich bei dem Wort NACKT direkt ein paar Assoziationen im Kopf.

Entblößt

Hose, Hemd, Jackett, Schuhe

Das Jackett lässig über die Stuhllehne geworfen

Hose, Hemd, Schuhe

Die Schuhe abgestreift und einfach neben den Füßen abgestellt

Die Schnürsenkel sind weg

Der Gürtel ist mir gleich abgenommen worden

Hose, Hemd

Ich sehe kreischende Weiber, während ich die Knöpfe meines Hemdes öffne, meinen enthaarten, muskulösen Brustkorb entblöße. Dabei gucken mich Augenpaare an, die ausschließlich zu Männern gehören

Egal, wie lange ich es hinaus zögere, das Hemd landet auf dem Jackett über der Stuhllehne

Hose

Strenge Blicke, die jeden Millimeter verfolgen, als ich den Reißverschluss nach unten ziehe

Unterhose

Gleich nehmen die mir nicht die Unterhose ab, sondern die Haare und gucken direkt in mein Hirn

Hartmann, umdrehen, nach vorne beugen, Hände an die Knie!“

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Vielen Dank für die freundliche Nominierung. Ich beziehe mich auf den Beitrag von ihr HIER.

 

Teil I: Jetzt antworte ich:

 

Frage 1: Eine Fee erscheint dir nachts im Traum und du darfst dir eine persönliche Fähigkeit wünschen, die du nach dem Aufwachen für immer haben wirst. Welche würdest du nehmen und was willst du damit anstellen?

 

Ich hätte gerne das Disziplin-Gen, das mich jeden Tag zum Schreiben bringt. Ich schreibe diszipliniert an meinen Geschichten und bringe dann auch mal ein Werk zu Ende, das ich erfolgreich an den Leser bringe…

 

Frage 2: Du sitzt früh morgens zusammen mit einem Mann in der U-Bahn, der genau das Buch liest, das du auch unbedingt lesen willst, aber noch nicht gekauft hast. Als er aussteigen will, steckt er es außen in seine Aktenmappe, verliert das Buch aber, weil er es nicht richtig in die Tasche gesteckt hat. Das Buch liegt vor dir auf dem Boden. Niemand anderes sieht es, auch der Mann nicht, der noch an der Tür steht und wartet, dass die U-Bahn hält. Was würdest du tun?

 

Ich lese das Buch im Speedreading-Verfahren und stecke es in seine Tasche zurück. Nein, ich leihe es bei skoobe aus und lese es zu Hause.

 

Frage 3: Jemand will dir etwas schenken. Du hast die Wahl zwischen einem Kindle und einem absolut noblem Edel-Füllfederhalter. Wofür würdest du dich entscheiden und warum?

 

Ich nehme den Füller, weil ich nie einen geeigneten Schreiber habe, um meine Notizen zu machen. Kuli = Mine ist leer, schreibt nicht; Bleistift = abgebrochen. Wo ist der Spitzer?. Kuli = liegt in der Tasche, ist aber ausgelaufen, verschmiert alles, was in der Tasche sonst so herum liegt. Kindle = habe ich schon. Verwende ich aber nicht, da ich auf dem iPad alles lesen kann.

 

Frage 4: Stephen King bittet dich auf ein Abendessen zu sich und seiner Frau nachhause. Was ziehst du an, was nimmst du als Geschenk mit?

 

Es ist nicht so sehr eine Frage der Kleidung. Was ziehe ich an? Wann stellt man sich diese Frage? Beim ersten Date? Beim Vorstellungsgespräch? Ich trage, worin ich mich wohl fühle und womit ich „raus gehen“ kann. Was bringt man zu einem Essen bei einem Schriftsteller mit? Wein? Blumen? Ich bringe mich mit und erwarte gutes Essen und einen unterhaltsamen Abend.

 

Frage 5: Wegen einer ansteckenden Krankheit, gegen die es noch kein Mittel gibt, wirst du vermutlich ein Jahr allein auf einer Insel verbringen. Du darfst nur eine kleine Sporttasche mit Dingen zu deinem Zeitvertreib mitnehmen. Es gibt auf der Insel weder Internet noch WLan. Was wäre in deiner Tasche und was planst du für die Zeit?

 

Ist doch Schmarrn. Warum sollte ich alleine auf einer Insel sein dürfen, während der Rest der Welt in Krankheit, Schutt und Asche liegt? Kein WLAN = keine ebooks. Was also lesen? Aus Erfahrung weiß ich, dass ich, nur weil ich „mehr Zeit“ habe, nicht mehr schreibe. Ich könnte ein paar Bücher mitnehmen, zum Lesen. Ich könnte ein paar Notizblöcke einpacken, um Gedanken zu notieren. Das Notebook, um mehr als nur ein paar Gedanken aufzuschreiben. Ein paar Knäuel Wolle und ein Nadelspiel, um Socken zu stricken. Die Frage ist, ob mich das ein Jahr lang glücklich macht bzw. ob es mir 365 Tage lang hilft, die Zeit tot zu schlagen…

 

Frage 6: Dein Partner stellt dich vor die Wahl. Entweder er/sie oder das Schreiben. Wie reagierst du?

 

So einen Partner will ich nicht haben. Das ist, als ob er fragt, der Job oder ich. Das macht kein Mensch, weil man von dem einen leben muss, das andere aber braucht, um leben zu können.

 

Frage 7. Du hast eine Kurzgeschichte geschrieben, die du unglaublich toll findest. Aber alle um dich herum finden sie ganz furchtbar. Ändert das deine Einstellung zu deiner Geschichte?

 

Ich denke darüber nach, was alle an der Geschichte so schlecht finden und warum es so ist. Ich gehöre zu denen, wenn ich eine Geschichte geschrieben habe, dass ich davon nicht los komme. Umarbeiten = Fehlanzeige. Ich muss dann etwas Neues schreiben, um wieder in die Spur zu kommen.

 

Frage 8: Was gibt dir das Schreiben und/oder Bloggen?

 

Ich liebe Bloggen, egal ob Schreiben, Lesen oder Stricken. Auch wenn ich mich oft länger nicht in meinen Blogs melde, finde ich es gut, zu wissen, dass ich mich melden kann. Genauso gerne, wie ich selbst blogge, verfolge ich andere Blogs. Also, an alle Blogger dieser Welt ~ tut euch keinen Zwang an, bloggt, schreibt, macht Fotos. Ich lese, gucke, kommentiere irgendwann bestimmt!

 

Frage 9: Mit welchem zeitgenössischen Schriftsteller würdest du dich gern im Café treffen und mal ausgiebig über sein letztes Buch und seine Arbeit plaudern?

 

Julia Franck. Die Mittagsfrau. Rücken an Rücken. Das sind meine beiden Bücher dieser Autorin, mit der ich gerne darüber sprechen möchte.

 

Frage 10: Heute in fünf Jahren. Was hast du dann in Sachen Schreiben und Veröffentlichen erreicht?

 

Wahrscheinlich nichts. Siehe Punkt 1.

 

Vielen Dank, liebe Hanna Mandrello, ich muss jetzt nur noch 10 Fragen erstellen und 10 Blogs finden, die ich damit beglücken kann. Das mache ich demnächst im Teil II.

liebster_award

 

 

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Zum Leseverhalten: Ich lese gerne Thriller, es kann durchaus zur Sache gehen, ich halte einiges aus. Ich lese gerne Krimis, wenn diese flüssig geschrieben sind, fühle mich bei jenen, die in meiner Region spielen, heimisch, kann mir dann gut die Orte vorstellen, in denen die Geschichten spielen. Ich bin quasi zu Hause. Thriller müssen nicht unbedingt in meiner Region spielen, besser weit weg und bei den anderen ist mir da schon lieber. Phantasie und Realität gehören untrennbar zusammen.

Zum Schreibverhalten: Ich plotte aktuell munter vor mich hin, habe „Konrad“ und „Sandholm“ in Arbeit. Ich bin mehr dem Thriller zugewandt, dennoch erwische ich mich immer wieder, dass es beim Plotten auf den Krimi hinaus läuft, obwohl ich das gar nicht will. Ich finde Ermittlungsarbeit total ermüdend, wenn ich darüber schreiben soll. Mir kommt es vor, als ob ich mich in Nebensächlichkeiten ergehe und in Details verliere, die ich nicht haben will. Das ist sicher mein persönliches Empfinden, ohne Ermittlungsarbeit funktioniert ja kein Krimi, aber den will ich auch nicht schreiben.

Das Vorhaben: Ich stelle den Plot zu „Sandholm“ fertig, „Konrad“ muss warten, denn „Sandholm“ reizt mich gerade mehr, und entscheide dann, wie der Verlauf sein wird bzw. wie ich meine Gedanken und Ideen zu einer Geschichte formulieren kann, damit es so wird, dass ich diese auch gerne lesen wollen würde. Wenn ich beim Schreiben schon merke, dass ich das gar nicht lesen will, dann stimmt etwas nicht. Der innere Kritiker hat seine Arbeit aufgenommen, ohne dass er gefragt worden wäre.

Aktueller Lesestoff: „Der letzte Morgen“ von Ryan David Jahn [Klick auf das Buchcover unten führt zum amazon-Link]. Es spielt im Jahr 1954 (weiß es gerade nicht genau, kann auch 1952 sein) und der Schreibstil passt absolut in diese Zeit: kantig, eckig, nicht flüssig. Ich muss immer an Western denken, obwohl null Western darin vorkommt. Auf dem Cover steht „Thriller“, den ich bis jetzt noch nicht gefunden habe (50 % gelesen). So hat jeder seine Assoziationen, sein eigenes Kopfkino, wenn er etwas liest.

Cover Der letzte Morgen

Kleiner Auszug aus „Der letzte Morgen“ (bei dem ich mich frage, ob ich das so schreiben wollen würde, wobei es absolut in diese Geschichte passt): „Wenn es jetzt nichts wird mit dem Scheißen, vergeht noch ein weiterer Tag, bis er kann, und er ist jetzt schon zwei Tage überfällig. Er versucht, so gesund wie möglich zu bleiben, ist bemüht, ganz normal zu funktionieren.“ [Nach diesem „Erlebnis“ pfeift er sich erst einmal einen „Hit“ rein]

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Heute war mir nach etwas anderem, also habe ich mir ein Stichwort ausgesucht (drei Worte in diesem Fall) und die Grauen im Oberstübchen machen lassen.

Wieder mit dem AlphaSmart 3000, auch liebevoll Alphatier genannt. Das Ergebnis folgt unten, ich habe aber die fehlerhaften Buchstaben korrigiert, Y und Z und die Umlaute, damit man es besser lesen kann.

Barbie 1 Barbie 2

Königin der Nacht

Verführerisch leckte sie sich mit der Zunge die rot geschminkten Lippen. Mit dem Sektglas prostete sie ihrem Spiegelbild zu.

Heute lassen wir es so richtig krachen!

Das hatte sie sich verdient. Das Bett war ein einziges Kleidermeer, weil sie sich nicht für eines entscheiden konnte. Lieber das eng geschnittene Blaue oder Gelb mit Blumen? Nein, das war zu altbacken. Oder das rote Etuikleid, das ihre Kurven erst richtig zur Geltung brachte, dazu die hochhackigen schwarzen Ledersandalen und die Männerwelt würde ihr zu Füssen liegen, sie anbeten und küssen wollen. Sie stellte das Glas beiseite und widmete sich dem Schmuck. Die perfekte Halskette würde das Gesamtbild wunderbar abrunden. Sie sah sich selbst über die Tanzfläche schweben, die schmachtenden Blicke der Männer, die eifersüchtigen Augen der Frauen. Sie war die Königin der Nacht. Selbst die Kellner konnten nicht umhin, ihr schmachtende Blicke zuzuwerfen, wie unbeabsichtigt über ihre seidige Haut zu streifen, wenn sie ein Glas zu ihr brachten, worum sich die Männer fast prügelten, wer es ihr als nächstes ausgeben durfte. Welch ein herrliches Gefühl, so begehrt zu sein.

Sie füllte ihr Glas nach, trank einen großzügigen Schluck, drehte vor dem Spiegel Pirouetten, warf sich Kusshände zu. Der siebte Himmel war ein Armenhaus dagegen, was sie heute erleben wollte.

Hannah! Du siehst aus wie eine Schlampe aus dem Puff. So kann ich dich nicht zum Geschäftsessen mitnehmen. Was soll mein Chef denken?! Und überhaupt, wie sieht denn das Schlafzimmer aus!? Bis ich wieder komme, ist alles aufgeräumt, habe ich mich klar ausgedrückt? Und hör‘ auf zu trinken, sonst kotzt du wieder!

Bevor sie reagieren und sich von ihrem Mann abwenden konnte, landete seine flache Hand auf ihrem Gesicht, der Sekt auf dem Bett, mitten in dem Kleiderberg.

[286 Wörter; 1.802 Zeichen]

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Jeder Muskel schmertyte ihn in dieser gebueckten Haltung. Entweder hatte er beim Sport in der letyten Woche uebertrieben oder er wurde langsam alt. Yu alt fuer diesen Job, bei dem man behende, flink und sehr wachsam sein musste. Er verlagerte sein Gewicht, achtete sorgsam darauf, dass er keine Geraeusche von sich gab. In seinem Versteck wollte er unbeobachtet bleiben. Er selbst hatte den Vorplaty und die Eingangstuer gut im Blick. Jede Bewegung, die von dort kam, wuerde er bemerken. Kury schweiften seine Gedanken yu seinem Kollegen ab, der am anderen Ende des Grundstuecks Posten beyogen hatte. Sie waren ywar mit einem Headset verbunden, doch schien es nicht ratsam, etwas yu sagen. Es gab auch im Moment nichts, worueber sie haetten sprechen muessen. Ausser, dass ihm langweilig war. Geduld war auch eine wichtige Option in diesem Job, aber davon hatte er nicht allyu viel. Dennoch harrte er schweigend aus. Bald wuerde das Yielobjekt nach Hause kommen und dann hatten sie ihn endlich. Erwischten sie ihn hoffentlich. Es war nicht das erste Mal, dass sie Position beyogen und immer wieder war das Yielobjekt entwischt. Diesmal wuerde es anders sein.“ [187 Wörter / 1.157 Zeichen]

Auf der Tastatur sind „z“ und „y“ in einer anderen Position, als bei unseren gewöhnlichen Tastaturen. Für einen Blind-Schreiber nicht gut. Dabei dachte ich, ich hätte es korrekt umgesetzt. Dachte ich…

Umlaute gibt es nicht.

Gut ist, dass man nur vier Zeilen seines Geschriebenen sieht, somit nicht schnell zurück blättern kann, um zu lesen, was schon da steht. Einfach weiter machen. Für Schreibübungen oder für den Flow sicher sinnvoll. Keine Ablenkungen durch Internet, Spiele, die auf dem iPad oder PC sind, keine E-Mails, die man schnell noch checken muss, etc. Einfach nur schreiben. Weiter schreiben. Den Text vom Gerät in den PC zu bringen, ist einfach. „Send“ drücken und es sendet.

Schlecht ist: Der Akku hat nicht lange gehalten oder ich habe im Vorfeld nicht lange genug geladen. Es gab kein Zubehör, wie Kabel für den PC, keine Bedienungsanleitung. Dass es keine Bedienungsanleitung gibt, ist nicht so schlimm, meist lese ich die nur, wenn ein echtes Problem auftaucht. Vieles ergibt sich selbstredend.

Wenn ich den Akku lange genug geladen habe, will ich unbedingt den Test machen, wie lange es dauert, bis ich die volle Wortzahl erreiche, die hinein passen, und das Gerät „TILT! ich bin voll“ ruft…

Hilfsmittel für Schreiber 001

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