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Posts Tagged ‘Roman-Werkstatt’

Zum Leseverhalten: Ich lese gerne Thriller, es kann durchaus zur Sache gehen, ich halte einiges aus. Ich lese gerne Krimis, wenn diese flüssig geschrieben sind, fühle mich bei jenen, die in meiner Region spielen, heimisch, kann mir dann gut die Orte vorstellen, in denen die Geschichten spielen. Ich bin quasi zu Hause. Thriller müssen nicht unbedingt in meiner Region spielen, besser weit weg und bei den anderen ist mir da schon lieber. Phantasie und Realität gehören untrennbar zusammen.

Zum Schreibverhalten: Ich plotte aktuell munter vor mich hin, habe „Konrad“ und „Sandholm“ in Arbeit. Ich bin mehr dem Thriller zugewandt, dennoch erwische ich mich immer wieder, dass es beim Plotten auf den Krimi hinaus läuft, obwohl ich das gar nicht will. Ich finde Ermittlungsarbeit total ermüdend, wenn ich darüber schreiben soll. Mir kommt es vor, als ob ich mich in Nebensächlichkeiten ergehe und in Details verliere, die ich nicht haben will. Das ist sicher mein persönliches Empfinden, ohne Ermittlungsarbeit funktioniert ja kein Krimi, aber den will ich auch nicht schreiben.

Das Vorhaben: Ich stelle den Plot zu „Sandholm“ fertig, „Konrad“ muss warten, denn „Sandholm“ reizt mich gerade mehr, und entscheide dann, wie der Verlauf sein wird bzw. wie ich meine Gedanken und Ideen zu einer Geschichte formulieren kann, damit es so wird, dass ich diese auch gerne lesen wollen würde. Wenn ich beim Schreiben schon merke, dass ich das gar nicht lesen will, dann stimmt etwas nicht. Der innere Kritiker hat seine Arbeit aufgenommen, ohne dass er gefragt worden wäre.

Aktueller Lesestoff: „Der letzte Morgen“ von Ryan David Jahn [Klick auf das Buchcover unten führt zum amazon-Link]. Es spielt im Jahr 1954 (weiß es gerade nicht genau, kann auch 1952 sein) und der Schreibstil passt absolut in diese Zeit: kantig, eckig, nicht flüssig. Ich muss immer an Western denken, obwohl null Western darin vorkommt. Auf dem Cover steht „Thriller“, den ich bis jetzt noch nicht gefunden habe (50 % gelesen). So hat jeder seine Assoziationen, sein eigenes Kopfkino, wenn er etwas liest.

Cover Der letzte Morgen

Kleiner Auszug aus „Der letzte Morgen“ (bei dem ich mich frage, ob ich das so schreiben wollen würde, wobei es absolut in diese Geschichte passt): „Wenn es jetzt nichts wird mit dem Scheißen, vergeht noch ein weiterer Tag, bis er kann, und er ist jetzt schon zwei Tage überfällig. Er versucht, so gesund wie möglich zu bleiben, ist bemüht, ganz normal zu funktionieren.“ [Nach diesem „Erlebnis“ pfeift er sich erst einmal einen „Hit“ rein]

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Neuer Versuch. Das Gerät mindestens 6 Stunden an der Ladestation gelassen, am Nachmittag auf den Balkon in die Sonne gesetzt und getippt. Diesmal wurden es 762 Wörter und 4.579 Zeichen, immerhin mehr als gestern. Ausgegangen ist das Gerät nicht, hat brav seinen Dienst getan.Mit dem Curser kann man wohl schnell zurück „blättern“, aber da man nur 4 Zeilen sieht, wäre es mühselig weiter im Text zurück zu gehen. Einfach schreiben, überarbeiten, löschen, usw. kann man hinterher am PC immer noch.

Anführungsstriche nicht gefunden, deshalb gibt es keine. Auch „ß“ nicht gefunden, mich aber davon nicht aufhalten lassen. Y und Z sind eine Katastrophe, die sollten nun echt an der richtigen Stelle sein, sind sie aber nicht. Wenn man jahrelang mit dem linken Zeigefinger Z tippt, kann man von sich nicht erwarten, dass man innerhalb von 2 Tagen umgepolt ist und Z jetzt mit dem linken kleinen Finger tippen soll. Mit dem Y verhält es sich umgekehrt.

Das Ergebnis folgt unten. Wem das zu ätzend ist, der sollte jetzt hier mit dem Lesen aufhören. 😉

Hilfsmittel für Schreiber 001 NaNo Sommer Camp Tag 2 001

Die Haustuer oeffnete sich und noch ehe er aus seiner verkrampften Haltung aufstehen und lossprinten konnte, krachte etwas gegen seinen Schaedel. Ein Schmery liess ihm die Traenen in die Augen schiessen und er sackte nach vorne, direkt mit dem Gesicht auf den Boden. Er versank in die erloesende Bewusstloskigkeit.

In seinem Kopf sass jemand und trommelte mit dem Hammer einen Rhzthmus, der bei jedem Schlag einen Stich bis in die Augen verursachte. Er sah nichts, obwohl er glaubte, die Lider geoeffnet yu haben. Schwary. Er blinyelte ein paar Mal, jetyt nahm er Schemen wahr, grau, weiss. Etwas yog an ihm, so dass er sich nicht bewegen konnte, dabei haette er gerne die Hand ueber die Augen gelegt, um das Blenden abyustellen. Er wartete, probierte es erneut. Nichts geschah. Den Kopf konnte er nach links bewegen, yurueck und dann nach rechts. Da sass jemand.

Endlich wach!

Es war mehr ein Bellen als eine Feststellung und es klang nicht so, als ob dieser jemand eine Antwort erwartete. Gany abgesehen davon, dass er nicht faehig war, ueberhaupt etwas yu sagen.

Da haben Sie sich ja endgueltig in die Scheisse geritten!

Die Tuer flog auf und herein wehte eine weisse Gestalt.

Schamen Sie sich, so mit dem Patienten yu sprechen. Er braucht Ruhe und Sie gehen jetyt besser.

Die weisse Gestalt yog den anderen Mann aus dem Yimmer. Er blieb in seiner Hoelle yurueck, schloss die Augen und wartete darauf, dass der Hammermann in seinem Kopf mit seinem Rhzthmus fertig wurde. Nach und nach stellten sich die Erinnerungen ein. Ihm fiel das Yielobjekt, eigentlich muesste es korrekt Yielsubjekt heissen, aber alle sagten immer nur Yielobjekt. Er war mit seinem Partner in Stellung vor dem Haus des Yielobjektes gegangen, er selbst vorne, der Partner hinter dem Haus. Ob sie den Mann erwischt hatten oder hatte es nur ihn getroffen? Der Mann im Yimmer war sein Chef, den hatte er an de Stimme erkannt. Er war nie freundlich yu ihm, sie konnten sich einfach nicht leiden. Das war schon immer so und wurde wohl auch so bleiben. Er schaffte es nicht, mit dem Chef gut ausyukommen, weil er eben nicht nach dessen Pfeife tanyen wollte. Weil er aber gut war, hatte der Chef ihn noch nicht gefeuert. Nur deshalb, weil er ohne ihn keine Erfolge vorweisen konnte, weil er selbst nicht in der Lage war, das Team yu fuehren, wenn viel Arbeit anlag, Ueberstunden gemacht werden mussten, die Leute yu motivieren, am Ball yu bleiben, nicht aufyugeben, auch wenn Ermittlungsarbeit ueber lange Strecken langwierig und ergebnislos erschien.

Sie hatten es vergeigt. So musste es sein, denn sonst waere der Chef erst gar nicht bei ihm aufgetaucht, egal, wo er gerade war.

Hallo Herr Sandholm, wie fuehlen sie sich?

Die Stimme klang wie Samt. Er oeffnete die Augen, nun sah er klarer. Ein huebsches Gesicht beugte sich yu ihm herunter und er schaute in das blaue Meer. So blaue Augen hatte er bei noch keiner Frau gesehen.

Hmhm, geht so, nuschelte er. Mehr kam nicht aus ihm heraus.

Das wird schon wieder. Nur Geduld.

Sie klang fast wie seine Mutter, Er veryieh ihr, versuchte ein Laecheln, das wahrscheinlich wie eine Grimasse aussah, so wie es bei ihm im Gesicht schmeryte. Sie taetschelte ihm kury die Schulter.

Der Aryt kommt gleich yu ihnen, Herr Sandholm.

Damit verliess sie das Yimmer und er war wieder sich selbst ueberlassen. Hellgrauer Puty an den Waenden, rechts neben ihm ein leeres Krankenhausbett mit dem ueblichen gelb-weissen Bettyeug, ein Nachtschrank, auf dem keine Blumen standen, aber eine Flasche Wasser und eine Schnabeltasse. Herrgott, wie im Seniorenheim. Er hob muehsam den Kopf ein paar Yentimeter, schaute an sich herunter, war natuerlich auch mit dem gelb-weissen Bettyeug yugedeckt. Warum konnte er seine Arme nicht bewegen? War er am Ende verletyt worden oder gar gelaehmt?

Die weisse Gestalt wehte herein und positionierte sich neben dem Bett.

Ich bin Dr. Kramhof, Ihr behandelnder Aryt. Wie geht es Ihnen? Koennen Sie sprechen?

Geht so.

Das wird schon wieder. In ein paar Tagen sind Sie wieder gany der Alte und das Reden klappt dann auch.

Er sammelte seine Gedanken und fragte: Ich, schwer verletyt? Kann mich nicht bewegen…

Dr. Kramhof nestelte an seiner Kitteltasche herum, fuhr sich mit der Hand ueber das Kinn, als muesse er ueberlegen, was er darauf antworten konnte.

Lassen Sie sich das alles spaeter von ihrem Chef erklaeren, wenn es Ihnen besser geht. Ausser einer kleinen Gehirnerschuetterung und ein paar Schürfwunden im Gesicht haben Sie nichts davon getragen.

Arme und Haende? Nicht ruehren.

Wieder eine kurze Pause, dann: Man hat uns aufgetragen, Sie am Bett yu fixieren.

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Ziemlich eingestaubt der Blog. Das ändern wir jetzt. Aktuell bearbeite ich „Konrad“, ein besserer Arbeitstitel ist mir noch nicht eingefallen, auch nicht, wie kurz oder lang die Geschichte werden soll. Kurzgeschichten sind ja eher mein Ding, bei längeren Texten geht mir oft die Puste aus, auch wenn ich schon das ein oder andere Manuskript im Rechner habe.

Wer oder was ist „Konrad“?

Konrad“: Langweiliger Typ, 41-jährig, vor 2 Jahren erst bei Mutti (Gerlinde) ausgezogen, keine Freundin, arbeitet als Datentypist in einer Firma, freut sich am Wochenende auf Tatort und eine Flasche Bier, hat keine Hobbys. Mutti hat ihn jahrelang behütet, bekocht, seine Klamotten in den Schrank geräumt, hat sich für ihren Sohn etwas Besseres erhofft, als das, was er macht.

Das erste Mal rebelliert Konrad mit 39 Jahren gegen Mutti, indem er auszieht. Sein langweiliges Leben setzt er nun in seiner 2 Zimmer-Wohnung fort. 6 Tage die Woche Fastfood und Sonntags Tatort, einen Tag bei Mutti, die immer noch sauer ist, aber sich soweit beruhigt hat, dass sie ihren Konrad jeden Samstag bekocht.

Konrad trifft unter seltsamen Umständen auf die 37-jährige Inken, die seit 2 Jahren auf der Straße ist und sich durch das Leben bettelt. Für Konrad sind es Schmetterlingsgefühle, die erste Frau überhaupt in seinem Leben, wenn man von Mutti absieht, die ihn wahrnimmt. Für Inken ist es eher praktischer Natur, Dach über dem Kopf, Bett zum Schlafen, Essen vorhanden.

Wie es zu dem Treffen von Konrad und Inken unter seltsamen Umständen kommt, folgt unten im Text, den sich meine „Grauen im Oberstübchen“ ausgedacht haben, den sie unbedingt auf Papier (im PC) formuliert sehen wollten. Ganz sicher habe ich noch nie in einem WC in der Kabine über die Trennwand den Herren am Waschbecken oder an den Pissoirs zugeschaut. 🙂

Natürlich ist das noch nicht alles, es ist ein Anfang. Wie es weiter geht, schreibe ich bald. Es gibt noch die andere Seite in Konrad, die keiner kennt, Mutti nicht, am wenigsten er selbst…

Manchmal genügt ein Stichwort, um die Grauen da oben zum Werkeln zu bringen. Zum Beispiel HIER. Manchmal sind es Bilder oder Gelesenes, die zu weiteren Schreibtaten führen. Im ersten Quartal 2015 habe ich sehr viel gelesen, wie es HIER und HIER beschrieben ist.

Der Text zu „Konrad“, von den Grauen aus dem Oberstübchen, nicht zensiert, nicht überarbeitet >>

Konrad rannte durch die Tür zur Bahnhofhalle, nicht auf die Passanten um sich herum achtend. Er musste so dringend, wie schon lange nicht mehr, glaubte, dass er es keine zwei Sekunden länger einhalten könne. Jetzt rechts am Kiosk mit der hübschen Verkäuferin vorbei, unter dem grünen „Ausgang“-Schild durch, noch ein paar Meter weiter, dann stand er vor den Toiletten. Der grüne Plastikstuhl auf Metallbeinen war leer, auf dem Teller lagen ein paar Münzen. Konrad kümmerte sich nicht darum, sondern stieß die Tür zur Herrentoilette auf. Mit einem Blick erfasste er den Raum, sah an den Pissoirs einen Mann im Anzug stehen, der sich ebenfalls Erleichterung verschaffte. Die Tür zu einer Kabine war halb geöffnet, also frei, und Konrad stürmte darauf zu, ohne auf den Mann am Pissoir zu achten. Er schloss seine Tür ab, stellte sich vor die Schüssel, öffnete seinen Hosenschlitz und endlich konnte er dem Drang seiner Blase nachgeben. Das war knapp. Sich neben den Mann im Anzug zu stellen, kam für Konrad nicht in Frage, dort hätte er sich beobachtet gefühlt und hätte nicht gekonnt. Er hörte, wie der Mann die Toilette verließ, blieb weiter in seiner Position vor der Schüssel, auch wenn er längst fertig war, und wartete. Draußen wurde die Tür erneut geöffnet, aber zur Reihe mit den Kabinen kam niemand. Langsam zog er den Reißverschluss seiner Hose wieder hoch. Seine Hand war schon über der Taste zum Spülen, aber er zögerte. Es drangen Geräusche zu ihm, die er nicht einordnen konnte. Als ob sich jemand mehr auszog, als nur die Hose herunter zu lassen. Konrad spürte, wie sein Herz schneller pochte, verstand aber nicht, warum. Mit Männern hatte er nichts am Hut. Er stieg leise auf den Rand der Toilettenschüssel und wagte einen schnellen Blick über die Trennwand der Kabine in den Vorraum. Er fühlte sich in seine Jugend zurück versetzt, bei dem Anblick, der sich ihm bot. Leise stellte er sich zurück auf den Boden, musste die Eindrücke zuerst verarbeiten, die sich ihm boten. Hoffentlich hörte sie da draußen seinen Herzschlag nicht oder sah am Ende seinen Kopf über der Trennwand, wenn er noch einen Blick riskierte.

Es war eindeutig eine Frau, die sich im Vorraum ihrer Kleidung entledigte, nicht nur die Jacke, sondern auch der Pullover, die Bluse, ein Unterhemd, Socken und eine Unterhose landeten auf einem Stapel schmutzig-grauer Wäsche. Nackt stand sie am Waschbecken und ließ rosa Seife aus dem Spender in mehrere Papiertücher laufen, die sie darunter hielt.

Konrad hatte seine Position auf dem Rand der Toilettenschüssel wieder eingenommen und lugte über die Trennwand nach draußen. Es war lange her, dass er eine nackte Frau gesehen hatte. Zuletzt seine Mutter, als er noch ein kleiner Junge war. Die Frauen in den Hochglanzmagazinen, die er in einem alten Aktenkoffer unter dem Bett verwahrte, sahen anders aus, hatten überhaupt keine Ähnlichkeit mit der Frau im Vorraum. Trotzdem konnte er den Blick nicht von ihr abwenden. Er spürte ein leises Ziehen in den Lenden und eine Regung in seiner Hose.

Schnell und lautlos glitt er auf den Boden zurück, wischte sich den Schweiß von der Stirn. Konrad stellte sich vor, was passieren würde, wenn jetzt jemand in die Herrentoilette kommen würde. Die Frau war aber entspannt, nichts deutete auf Hektik oder gar Angst hin, dass genau das geschehen könnte. Einen letzten Blick wollte er riskieren, nur um sicher zu gehen, dass ihr nichts passierte und sie wirklich alleine war. Er war ja schließlich kein Spanner.“

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Chaos Queen 001

 

Bei Axel HIER gesehen und mich getraut, ein Foto zu machen. Obwohl das NaNoWriMo Sommer Camp 2014 beendet ist, hatte ich noch keine Lust Zeit aufzuräumen…

Nummerieren brauche ich nichts: Links der Drucker, in der Mitte der Bildschirm, rechts das Headset. Vor dem Bildschirm bzw. rund herum meine gelben, blauen und grünen Zettel mit Himmel und Hölle-Notizen. Links neben der Tastatur liegt mein Arbeitsblock, oben etwas Post, für die es noch keine Ablage gibt, das Handy in der Umhüllung. Skype ist ständig offen, da ich über den Tag verteilt immer wieder mit der Lieblingsfreundin parliere. Kaffeetasse versteht sich von selbst. In einem Wort: Chaos-Queen!

Der Schreibtisch steht mit Blick zur Wand, weil das Bett vor dem Fenster steht, das Zimmer nicht sehr groß ist. Eine extra Beleuchtung, außer der Deckenlampe, brauche ich nicht. Schreibe 10 Finger blind. Wer braucht da Licht? 😉

Ich parke „Himmel und Hölle“ für eine Weile in der Ecke, mir ist nach einer Liebesromanze, ohne Mord und Totschlag, einfach nur Liebe!

 

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Pic Laudius

Unsereiner zäumt das Pferd von hinten auf. Alle vier Kurseinheiten sind bearbeitet, bei den Hausaufgaben fange ich hinten an und gehe dann rückwärts nach vorne.

Beim Lösen der Hausaufgaben 4 (Lerneinheit 4) musste ich mir die Kurshefte der Roman-Werkstatt hervor holen, um einigermaßen in die Spur zu kommen und den Durchblick zu behalten. Teil 1 ist abgehakt, beim Teil 2 sind 2 von 3 Geschichten fertig geschrieben, beim dritten Text hadere ich noch, ob man auch den Unterschied erkennt, zwischen der Ich-Form (Lotte), der personalen Erzählperspektive mit der Schwiegermutter als Perspektivträgerin und Lottes Ehemann als unzuverlässigen Erzähler und der auktorialen Erzählperspektive. Besonders die beiden Letztgenannten bringen mich auf die Palme. Meist schreibt man seine Texte nur aus einer Perspektive, wechselt diese vielleicht, weil einem die erste nicht gefällt. Aber ein und dieselbe Geschichte aus drei Perspektiven schreiben zu müssen, ist zumindest für mich eine harte Nuss. Ich muss schauen, dass sich die Texte nicht wiederholen, auch wenn die Inhalte gleich bleiben sollen.

Für heute lasse ich es gut sein, widme mich nun dem Grömmitz, da soll es auch voran gehen, der drängt sich gerade in den Vordergrund, das muss ich nutzen.

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Strichmännchen

Gar nicht so einfach zwei verschiedenen Figuren unterschiedliche Stimmen zu geben. Gestern habe ich die Geschichte geschrieben und beim zweiten Lesen gemerkt, dass die den gleichen Rhythmus haben. Im Kopf ist die Geschichte fertig, diese aber auf Papier zu bringen gestaltet sich schwieriger als gedacht. Alles noch einmal auf Start und neu beginnen. Immerhin geht es um zwei unterschiedliche Leute. Geschlecht, Alter, Herkunft, Beruf, usw. und vor allem die Sprache sind verschieden…

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Laudius L 1 bis 4 001 Laudius L 1 bis 4 002

Seit zwei Wochen liegen die ersten vier Studienhefte des Kurses „Kreatives Schreiben“ von Laudius bei mir. Ich war neugierig, habe mir die Probelektionen bestellt und bearbeitet. Mir persönlich sind zwei Wochen „Probe“ zu kurz, weil ich erst alle Lektionen gelesen und wenigstens eine Einsendeaufgabe eingeschickt haben wollte. Das habe ich in zwei Wochen aber nicht geschafft.

Der Kurs ist erfrischend kurz und kompakt geschrieben, für einen Neueinsteiger eventuell zu kurz und zu knapp. HIER bei Hanna Mandrello gibt es ein ausführliches Feedback zu eben diesem Kurs.

In der ersten Lektion geht es um die Kreativitätstechniken, den ersten Satz und den ersten Absatz. Die Hausaufgabe 1 dazu ist fertig, besteht aus drei Teilen, es fehlt noch ein kleiner Rest, daran muss ich noch etwas feilen. Ich nehme so viel Text vom Grömmitz, wie möglich ist, damit ich gleich ein paar Rückmeldungen dazu bekomme.

Die zweite Lektion behandelt die Figuren, somit geht es direkt zur Sache, kein Raum für Zimperlichkeiten. Die Hausaufgabe besteht aus zwei Teilen, eine Figur entwerfen und für eine andere Figur den passenden Raum (Wohnung, Bleibe) schaffen. Hier kommt wieder der Grömmitz zum Einsatz.

In der dritten Lektion geht es um den Plot, die Handlung, die zentrale dramatische Frage, den Protagonist, das Ziel, den Konflikt, den Anfang, die Mitte und das Ende der Geschichte (das alles in 13 DIN A-4 Seiten!). Die Selbstlernaufgabe (Teil 2) gefällt mir sehr gut: Eine Kurzgeschichte, die ich noch nicht kenne, zur Hälfte lesen und dann den weiteren Verlauf planen und schreiben. Die Hausaufgabe 3 habe ich noch nicht gemacht, da ist wieder Platz für den Grömmitz.

Die vierte Lektion behandelt die Erzählperspektive. Ein weites Feld, in dem man sich verlieren kann, wie schon zuvor bei den Figuren. Aber die Hausaufgabe 4 war diejenige, zu der mir gleich etwas einfiel, bestehend aus zwei Teilen. Jetzt habe ich mich aber lange damit (Teil 1) aufgehalten, obwohl ich die Figuren schon entwickelt hatte. Über drei Stunden habe ich geschrieben, zwischendurch Betten abgezogen, Wäsche aufgehängt, aber trotzdem. Wie die Zeit vergeht, wenn man sich auf das Schreiben einlässt. So entspannt habe ich schon ewig nicht mehr geschrieben. 🙂

Zwei Wochen habe ich zudem überlegt, ob ich diesen Kurs überhaupt brauche bzw. machen soll. Immerhin habe ich den Kurs der Roman-Werkstatt (Schule des Schreibens) vollständig vorliegen und eine Menge Geld dafür bezahlt, auch wenn ich noch nichts veröffentlicht habe. So ein Kurs bewirkt, sich wieder intensiv mit dem eigenen Schreiben zu beschäftigen, Texte zu verfassen, regelmäßiger zu schreiben, weil man ja seine Lektionen beenden und seine Hausaufgaben einreichen möchte. Der Laudius-Kurs dauert 9 Monate, in denen ich 36 Lektionen erhalte, die ich erledigen muss. Für 9 Monate Bezahlung stehen mir 36 Monate Betreuung zur Verfügung.

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29122013 012 Teil 2

halte ich mich derzeit auf und dort würde ich gerne noch etwas verweilen. Mein Notizbuch füllt und füllt sich. Es beginnt gleich nach dem Aufstehen, zieht sich über den Tag hinweg, auch unterwegs, ich schreibe auf, was mir in den Sinn kommt. Nicht alles passt zum Roman [„Doppeltes Spiel“], manches dreht sich um Kurzgeschichten, aus dem Alltag gegriffen, aber nichts geht verloren, den Roman behalte ich im Blick.

Ich probe den Aufstand beim Aufstehen;

ich bin ein Frauenkleider liebender Mann, den die Erinnerungen heimsuchen, als ich den alten Mantel meiner Mutter überstreife, der Mann, der in der Gegenwart bei der Damenwelt keinen Anschluss findet (wen wundert es?);

ich bin ein alter Mann, der seiner Frau und dem Hund nachtrauert, beide viel zu früh verstorben, dabei ein junges Mädchen beobachte, das sich von mir abwendet (wen wundert es?);

ich bin ein Geldschein, der weiter gereicht, durch viele Hände geht, am Ende zerrissen wird.

[Das oben sind die Themen verschiedener Kurzgeschichten, die ich verfolge.]

In meinem Turm bleibe ich sicher noch bis morgen, vielleicht auch länger, weil es mir dort gerade richtig gut gefällt, die Gedanken notiert werden wollen, somit lasse ich diese gewähren, habe nichts zu verlieren, außer Zeit und Papier (bzw. Speicherplatz). Gestrichen ist schnell und bis Neujahr und darüber hinaus ist noch genügend Zeit!

In diesem Sinne:

Einen guten Rutsch! Kommt gut ins Neue Jahr und habt ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2014!

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[27.12.2013, vor 8 Uhr] Wenn man regelmäßig schreibt, bleibt man in seiner Geschichte drin. Das habe ich mir fett auf die Fahnen geschrieben und nehme es seit einiger Zeit wieder sehr ernst. Gleich geht es für heute los. Der Kaffee ist gekocht und schon fast getrunken.

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Während ich den letzten Absatz meines Textes lese, erschienen lauter Fragezeichen vor meinem inneren Auge. Oh weh, was wollte ich damit sagen? Warum heftet Tanja 6 Fotos an das Whiteboard, schreibt aber 7 Namen dazu? 6 Leichen haben wir noch nicht! Wer die 7 Namen darstellen sollen, fällt mir auch nicht ein. Zeugen? Am besten, ich halte mich nicht damit auf, streiche den ganzen Absatz oder verschiebe diesen auf meinen Notizzettel. Vielleicht fällt es mir beim Schreiben wieder ein. Dabei ist es nicht so lange her, dass ich mich mit meiner Geschichte beschäftigt habe. Jetzt geht es ja nicht mehr darum, 50.000 Wörter in einem Monat bzw. 1.667 an einem Tag schaffen zu müssen. Also kann ich mich leicht von ein paar Wörtern trennen. Es geht aktuell darum, regelmäßig zu schreiben, am besten täglich. Lieber nicht darauf warten, dass mich die Muße küsst, die zieht oft an mir vorbei, küsst wohl andere Schreiber. Bei der täglichen Arbeit kann ich auch nicht warten, bis mich die Lust überfällt…

Soll ich mir eine bestimmte Wörter-, Zeichen- oder Seitenzahl vornehmen oder lieber eine Zeitvorgabe setzen? Ich mache einfach mal, der Morgen ist noch jung und unverbraucht.

[28.12.2013, um 16 Uhr herum] Okay, ich habe geschrieben, aber an anderen Geschichten. Ich habe aktuell „Steff“, „Stimmen im Kopf“ und „Babywunsch“ in Arbeit. Zum „Doppeltes Spiel“ muss ich mir noch mehr Gedanken machen bzw. mir überlegen, wie ich das gestalten will. Zwar lese ich gerne im Manuskript, aber es ist noch zu „unrund“, nicht stimmig, nicht brauchbar.

Der erste Satz im PC, den ich heute geschrieben habe: „Elvira, haben Sie die Rosen besorgt?“

Im Notizbuch (vom Datum einmal abgesehen): „Mit wem reden und was sagen sie? Wie viele sind es?“ [Ich weiß, es sind zwei Sätze]

Edit [27.12.2013, 17:00 Uhr: Als ich meine Draußen-Runde im Regen absolviert hatte, fiel es mir wieder ein [„Doppeltes Spiel“]. Tanja hat die Leute in den Jahrbüchern der Schule mit einem Beweis-Band verglichen und 6 Schüler identifiziert, die in die aktuellen Geschehnisse verwickelt sein könnten.

Unterwegs habe ich sofort das Notizbuch gezückt und das aufgeschrieben. Den Absatz könnte ich somit wieder einfügen… Trotzdem schreibe ich da jetzt nicht weiter, weil ich zuerst meine anderen Gedanken los werden muss.

[27.12.2013, 11:00 Uhr] Ich war im örtlichen Buchhandel, hatte drei Werke im Sinn, die ich gerne haben wollte, zuvor im Internet recherchiert und gelesen, dass alle drei Bücher im Buchhandel erhältlich wären [da stand aber nicht, wann…]:

P. S. Ich töte Dich

P. S. Ich töte Dich Cover

Mördchen fürs Örtchen

Mördchen fürs Örtchen Cover

Schweig still, mein Kind

Schweig Still, mein Kind Cover

[Alle Fotos zu den Buch-Covern by amazon]

Nichts konnte ich gleich mitnehmen, dabei lese ich gerne auf dem Heimweg schon in den neuen Büchern herum. Ich muss hier nicht erwähnen, dass ich zu Fuß unterwegs bin. Auto bzw. Fahrrad fahren und Lesen zusammen geht natürlich nicht. Wissen wir alle. Durch die Gegend spazieren und in einem Buch schmökern, ist hingegen gut machbar. Hierbei fällt mir wieder „Das Papierhaus“ ein. Nicht immer geht alles. 😉 Natürlich hätte ich xx andere Bücher, Spiele und ähnliches kaufen können, aber eben nicht das, was ich wollte. Ein Buch habe ich bestellt und konnte es am nächsten Tag in Empfang nehmen, die beiden anderen würden „länger“ dauern. Da ich gerade einen ü700-Seiten-Thriller aus der Bücherei lese, habe ich auf weitere Bestellungen verzichtet. Bestellen kann ich auch im Internet und muss dann nicht mehrmals im Buchhandel vorbei traben, der bei mir nicht gerade „umme Ecke“ ist. Wobei das ja eine Frage des Blickwinkels ist, so könnte man „Laufen“ mit „Geschäftlichem“ bzw. „Privatem“ verbinden.

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Gegesätze Leben und Tod

[Klicke auf den Text oben, dann ist es in guter Größe lesbar. Ich habe es anders nicht hinbekommen. Linke Spalte nach unten lesen; rechte Spalte nach unten lesen; oder auch quer Beet]

Ich mag diese Kurztexte, es birgt eine Menge Material, mit dem man sich beschäftigen und seine Gedanken auf Trab bringen kann. Der Phantasie kann ich damit gut auf die Sprünge helfen, da das Kopfkino sofort angekurbelt wird, wenn ich ein paar Worte lese und mir vorstelle, dass…

Ich schreibe mich gerade ein, werde gleich an meiner Geschichte vom NaNoWriMo 2013 [„Doppeltes Spiel“] weiter schreiben. Es ist Feiertag, es geht auf das Ende des Jahres zu, somit ist mehr Zeit zum Schreiben. 🙂

Leute, schreibt, es gibt immer etwas zu sagen, manchmal das gleiche Thema, aber jeder auf seine Weise!

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