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Posts Tagged ‘schreibaufgabe.de’

10 Minuten Fingerübung mit verdecktem Monitor. Blind schreiben sozusagen. Das Stichwort war „Unfall“, das ich mir selbst ausgesucht habe, weil einem dazu immer etwas einfällt. Das ist die unzensierte Schreibübung:

 

Ich stehe an der Tankstelle auf der Autobahnraststätte, bin auf dem Weg zur Redaktion. Es ist früh morgens, halb 6. Klar denken kann ich nicht, bin froh, dass ich meinen Kaffee sehe, der schwarz im Becher vor mir steht. Der Tankwart ist an der Theke beschäftigt, räumt irgendwas herum und kümmert sich nicht um die Gäste, wobei nur ein weiterer Mann an einem der Tische steht. Er sieht genauso zerknittert aus, wie ich mich fühle. Zum Rauchen muss ich vor die Tür gehen, wobei Rauchen an der Tankstelle allgemein nicht erlaubt ist. Man kennt das ja. Ich brauche aber meinen Nikotinstoss, damit ich einigermaßen klar in den Tag starten kann. Wie soll ich sonst die Besprechung, die es jeden Montag gibt, überstehen? Ich rühre in meinem schwarzen Kaffee herum, hänge meinen Gedanken vom Wochenende nach, blicke durch den Shop und erschrecke! An einer der Zapfsäulen steht eine Frau, die gerade den Hahn in ihre Tanköffnung bugsiert. Das ist nicht nue, aber der Anblick der Frau. Ich wische mir mit der Hand über die Augen, ich schlafe wohl noch. Ich richte den Blick aus dem Fenster und erstarrte! Die Frau ist nackt! Im Fond ihres Autos sitzen zwei Mädchen, das Alter kann ich nur schwer schätzen, vielleicht 3 und 5. Es regt sich nichts, vielleicht schlafen sie. Würde mich nicht wundern, um die Uhrzeit. Die Nackte nimmt jetzt den Tankrüssel aus ihrem Auto, steckt ihn in die Säule zurück. Ich warte darauf, dass sie den Shop betritt, bin auf das Gesicht des Mannes neben mir und des Tankwarts gespannt, trinke von meinem Kaffee. Im Nu werden alle wach sein. Aber, was passiert hier? Als ich den Blick wieder zum Fenster wende, ist der Platz leer. Wo ist die Frau? Ichgehe mit meiner angezündeten Kippe nach draußen und finde nur die leeren Zapfsäulen vor. Die Frau ist weg. Der Tankwart folgt mir und starrt entgeistert auf die Säulen. Schnell mache ich mich auf den Weg. Weit kann sie nicht gekommen sein. Gute #Geschichte sind mein Job, deshalb verliere ich keine Zeit. Den halb kslten Kaffe trinke ich unterwegs, schalte das Radio ein. Es gibt keine neuen Meldungen.

Fünf Kilometer weiter werde ich aber abrupt ausgebremst. Mein Kaffee schwappt über das Lenkrad und die Armaturen, was für eine Sauerei. Auf meijner Spur gibt es eine Waartschlange, nichts geht mehr. Mist, Unfall! Wo? Hier oder gegenüber ? Ich schlängele mich, so gut es eben geht, daran vorbei und komme mit 30 Minuten Verspätung in der Redaktion an, platze mitten in die Besprechung.

„Gut, dass du kommst, auf der A3 wurde gerae ein Unfall gemeldet. Ist das nicht deine Richtung?“

 

Eine Anregung von „Flatty“ aus dem Schreibforum. Vielen Dank.

 

 

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Weil ihr HIER so freundlich geantwortet bzw. mich auf die Herausforderungen zu den anderen Genre hingewiesen habt, ich sowieso schon seit längerem eine Geschichte im Sinn hatte, habe ich mich hingesetzt und diese aufgeschrieben. Eine kleine Liebeserklärung. Ich tippe das jetzt in den PC und werde es gleich überarbeiten. Am Sonntag kam keine Schreibübung (#6) von schreibaufgabe.de an, deswegen wohl die Änderung in meinem Plan…

Bei Alraune im BLOG entdeckt, ich finde den Artikel nicht mehr, direkt ausgeliehen und in einem Rutsch gelesen: „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf. Wer Jugendbücher mag ~ lesenswert!

Neu geholt:

Sein eigen Fleisch und Blut“ von Caro Ramsay

Der Regler“ von Max Landorff

Corpus Delicti Ein Prozess“ von Juli Zeh

Das Mädchen, das vom Himmel fiel“ von Rascha Peper

Auf Juli Zeh und Rascha Peper bin ich besonders gespannt, wobei ich von Juli Zeh etwas ganz anderes wollte. „Corpus Delicti“ war eher eine Verzweiflungstat, weil es das gewünschte Buch nicht gab. Kleinstadtbücherei ist halt doch etwas ganz anderes als eine Großstadt-Bibliothek…

Meist sind keine Süßigkeiten im Haus, aber am Samstag wollte ich unbedingt etwas Süßes haben, Nervennahrung. Kurzerhand einen Teig zusammen gerührt und gebacken, dann schön mit Marmelade beschmiert und noch warm gegessen. Gut so, jetzt reicht es wieder für eine lange Weile. Fotos mit Marmelade gibt es keine. Alle schon weg… 😀 

Bei ihr HIER gesehen und entsprechend eingekauft, gekocht und heute die Reste gegessen.

Ich mache mich jetzt über meine Romanze her…

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Das Thema heute: Clustern. Das Wort, um das herum geclustert werden soll, ist „STAUB“. Nicht sehr aufregend, ein Wort aus dem Alltag, mit dem sich jeder sicher schon beschäftigt hat. Eigentlich ist es zu heiß zum Schreiben bzw. zu allem, die Zellen im Kopf setzen sich nur mühsam in Gang. Aber, man muss auch an heißen Tagen arbeiten, oder soll man dem Chef sagen: „Ich kann heute nicht, viiiiel zu warm, mach‘ mal lieber selbst!?“ 😉

Wieder einmal den 5-Minuten-Wecker gestellt, den A3-Block und Bleistift gezückt und los geschrieben, bald darauf mit der Geschichte begonnen, aber ohne Wecker. Das Ergebnis steht noch aus. Dazwischen war anderes zu tun. Später geht es weiter, ich habe ja noch die ganze Woche Zeit!

Impressionen:

Die Schreibübung #5 kommt wie immer von HIER.

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Was ist das für ein Forum? Ein Forum, in dem man zwar Aufgabenlösungen einstellen kann, die aber keinen interessieren… Am 06.08. habe ich mich dort vorgestellt, wie man es eben so macht, wenn man neu ist, und ~ keine Reaktion, keine Rückmeldung. Ich habe mal quer gelesen, die Aufgaben wiederholen sich, die Leute beklagen sich, dass es keinen Austausch gibt ~ der Betreiber des Forums schweigt. Sehr merkwürdig. Das brauche ich nicht! Ich kann auch mit den Wänden reden, oder es dem Frisör, dem Schneider, dem Koch erzählen…

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Die Übung kommt auch in der dritten Woche von HIER. Ich gestehe, dass mir die Übungen gefallen. Macht noch jemand mit?

Mein kleiner Sonntags-Lauf war wieder außer nass nur nass, aber der Kopf ist jetzt auch rein. 😉

Nun aber zur Schreibübung #3

Beispiel: „Tell“
Torsten hing seinen Gedanken nach. Der Tod seiner Frau hatte ihn tief betroffen gemacht, er vermisste Sie so sehr, dass er es nicht in Worte fassen konnte. Dann ging die Tür auf und er wusste, es war soweit.

Beispiel: „Show“
Torsten ging auf und ab. Immer wieder blieb er kurz stehen und wischte mit dem Zeigefinger seine Augenwinkel trocken. Warum nur, musste sie so früh gehen? Als die Tür aufging, blieb er abrupt stehen und schaute dem Pfarrer in die Augen.

Schnell wandte Thorsten den Blick vom Pfarrer ab, der mit zwei Schritten bei ihm stand. In der Unfallnacht war der Pfarrer auch an seiner Seite gewesen, fand beruhigende Worte, die ihm Trost spenden sollten. Von Thorsten erwartete niemand, dass er agierte oder etwas sagte, weder die Polizei, die Sanitäter noch die Feuerwehr, die Lena aus dem Wrack holte, auch der Pfarrer nicht. Thorsten hatte Glück, blieb fast unverletzt. Glück?

Wie sollte er nur an das Grab treten? Durch den geschlossenen Sargdeckel mit dem roten Rosen-Bouquet sah Thorsten Lenas Gesicht vor sich, ihr Blick brannte sich mitten ins Herz, verschmolz darin. Den Unfall konnte er nicht verhindern, er bremste nicht rechtzeitig, als der Lastwagen in dieser beschissenen Nacht zur falschen Zeit am falschen Ort war, zumindest hätte er an ihrer Stelle sterben können. Lena war endgültig gegangen, fort von ihm, tot! Dabei hatten sie sich geschworen, für immer zusammen zu bleiben! In seinem Hirn drehte sich die Schraube unablässig weiter, die ihn blockierte und es ihm nicht erlaubte, das Ganze sachlich anzugehen. Sachlich?

Draußen auf dem Friedhof warteten viele Leute darauf, dass Thorsten endlich bereit war, damit die Zeremonie beginnen konnte. Um die Vorbereitungen kümmerten sich fast ausschließlich der Pfarrer und Lenas Eltern. Thorsten sah sich außerstande etwas beizutragen, war gefangen in seinem Kokon, der sich wie ein Korsett um ihn spannte, aus dem er sich nicht befreien konnte. Seine Eltern waren schon lange tot und Geschwister hatte er keine. Er war alleine.

Er bedeutete dem Pfarrer, dass er noch ein paar Minuten für sich haben musste. Der nickte verständnisvoll und zog sich zurück. Thorsten schüttelte den Kopf, nein, er wollte die Gesellschaft nicht mehr lange warten lassen.

Schnell sollte es gehen, genau wie der Unfall! Aus der Innentasche seines Jacketts holte er Lenas Foto hervor, auf dem sie mit der Sonne um die Wette strahlte, im Juni, vor zwei Monaten. Er küsste ihren Mund, war ihr unsagbar nah. Er ließ es auf den Tisch gleiten. Aus der linken Jackentasche zerrte er die Pillendose, aus der rechten Tasche den silbernen Flachmann. Die Kammer erschien ihm nicht der rechte Ort, sich mit Lena zu vereinen, aber es blieb keine Zeit, er hatte versprochen, die Gesellschaft nicht zu lange warten zu lassen. Wenn nicht heute, wann dann?

Vielen Dank allen, die lesen und kommentieren!

Auch diese Geschichte nehme ich mit in die neue Woche. Weitere Aspekte und neue Ideen sind möglich. Ich werde berichten.

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Übung macht den Meister. Ist bekannt, ne? Ich habe mich bei schreibaufgabe.de angemeldet und bekomme nun wöchentlich eine Aufgabe geliefert, mit der ich mich jeweils beschäftigen werde.

Diese Woche geht es um „Kreativ Training“, es gab eine kleine, langweilige Begebenheit, wie sie bei Lieschen Müller und Heinz Koch jeden Tag passieren könnte. Die beiden verabreden sich in einem Café, […] und gehen nach einer Stunde wieder nach Hause. Lieschen Müller nimmt den […] und Heinz Koch geht […] zum Café.

Langweiliger geht es kaum mehr!

Anmerkung: Ich habe die Geschichte gekürzt und die Namen geändert, weil ich nicht sicher bin, ob ich das so öffentlich wiedergeben darf. Wer es genauer wissen möchte, kann sich registrieren und bekommt den wöchentlichen, kostenlosen newsletter mit den Aufgaben.

Wir sollen 30 (!) Probleme in 10 (!) Minuten finden, die dem Ganzen etwas Pepp einhauchen. Egal, wie abwegig, einfach notieren. Inneren Zensor ausschalten!

Ich gestehe, ich habe ganze 9 Probleme gefunden, aber nicht in 10 Minuten, sondern den halben Tag über…

Wenn man genug beisammen hat, sollte man drei Favoriten auswählen, die man später eventuell verwenden kann. Natürlich kann man alle seine Probleme beliebig zu Geschichten ausbauen.

Achtung: Ich habe nicht nur Mord und Totschlag, Verlust und Trauer im Programm! Es gibt auch erste Annäherungen, verliebte Blicke und heimliche Streicheleinheiten unter dem Tisch!

Da es eine WOCHENaufgabe ist, kann ich ja noch die ganze Woche über neue Probleme nachdenken… 😉

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