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Posts Tagged ‘Schreibtraining’

Bei den drei Wörtern musste ich direkt an ihn von HIER denken.

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Völlig erledigt legte er seinen kopf in das Kissen zurück bzw. was vom Kissen bei seiner Scherenaktion übrig geblieben war. Er konnte sich nicht aufraffen, zu lüften oder auch nur aufzustehen. Bald würde seine Mutter kommen. Wenn sie ihn in dieser Sauerei vorfand, drehte sie garantiert durch. Auch dieser Gedanke brachte ihn nicht auf die Beine.

Während er vor sich hindämmerte und versuchte, nicht allzu viel von dem säuerlichen Geruch des Erbrochenen einzuatmen, schlich sich ein neuer Gedanke in sein Hirn. Mit einem Satz war er aus dem Bett. In der Küche brühte er einen starken Kaffee auf, warf sich zwei Kopfschmerztabletten ein und putzte in Windeseile das Schlafzimmer. Dem Laptop war beim Sturz vom Nachtschrank nichts weiter passiert, das Glas hatte es fast überlebt, nur ein kleiner Sprung. Die Müllsäcke mit den Überresten seiner Schlafzimmerkrise deponierte er so im Flur, dass sie ihn später nicht behinderten. Gut, den Geruch würde er auf die Schnelle nicht aus dem Schlafzimmer bringen, aber das war jetzt egal. Die Gummipuppe Bianca würde er ersetzen können. Im Geschäft hatte er Lolita, die Schwarzhaarige, oder Penny mit der roten Mähne gesehen. Er hatte eine Schwäche für schwarze Haare, Rot fand er aber auch attraktiv. Eine der Puppen sollte die Neue sein, vielleicht auch beide, die ganz nach seinem Gusto waren.

Er stellte sich unter die Dusche, fühlte sich danach gleich viel besser. Frisch rasiert und mit seinen ältesten Klamotten bekleidet positionierte er sich neben der Wohnungstür, so dass er nicht gleich gesehen werden konnte, wenn diese geöffnet wurde. Jeden Moment konnte seine Mutter da sein und aufschließen. Das Messer fühlte sich unnatürlich schwer in seiner verschwitzten Hand an. Hoffentlich rutschte es nicht ab. 278 Wörter.

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3 Wörter >>

 

 

3 Wörter >>

Ich lehne mein Rad an einen Zaun und zünde mir eine Kippe an. Herrgott, jetzt paffe ich hier am Waldrand. Wie schnell wäre ich mit dem Auto im Büro gewesen, aber meine Frau will unbedingt, dass ich abnehme. Das Risiko der Erkrankungen sei zu hoch, sagt sie. Dass mich bei meinem Job einer erschießen könnte, erwähnt sie hingegen nicht. Das Präsidium hat mir eben am Telefon mitgeteilt, dass wir zu einer Leiche auf den Bauernhof nach Söderau müssen. Ich bin 25 Kilometer davon entfernt. Zum Präsidium sind es 10, von da könnte ich mir einen Dienstwagen nehmen. Was für eine Zeitverschwendung. Meine Assistentin Katrin ist schon vorgefahren, sagt sie zu mir, als ich sie anrufe. Mein Fahrrad hätte locker in ihren Kofferraum gepasst.

In ein Fitnessstudio gehe ich nicht, habe erstens keine Zeit und zweitens will ich mir nicht die Kerle angucken, die ihre Muskeln auf und ab wippen lassen und mit dem eigenen Spiegelbild kokettieren. Wie komme ich mir da vor? Zur Frittenbude muss ich zukünftig meinen Kumpel Arno von der Spusi schicken. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass meine Frau ganz zufällig dort vorbei kommt. Rohkost, Gemüse, Wasser, Kaffee ohne Milch. Ich hasse schwarzen Kaffee. Arno kann Currywürste, Fritten und Burger ohne Ende in sich hinein schaufeln, dem sieht man nichts an. Ich gucke einmal in Richtung Frittenbude und zack, habe ich 1 Kilo mehr. Später schaue ich im Supermarkt vorbei, ob es eigentlich Diätbier gibt. Wenigstens ein bisschen Geschmack nach Bier und eine kleine Freude muss mir doch bleiben.

Das Fahrrad lasse ich direkt vor dem Präsidium stehen, unabgeschlossen. Hoffentlich wird es geklaut!

Vollkommen außer Puste falle ich auf den Sitz des Dienstwagens, erreiche bald Söderau und damit den Tatort. Ich sehe einen See aus Milch, der sich rot färbt. Kurz denke ich an die vielen Kaffees, die ich damit aufhellen könnte. Katrin sieht schon wieder so aus, als ob ihr nicht gut sei. Wann gewöhnt sie sich endlich an den Anblick von Leichen?

Wer bringt denn einen armen Milchbauern so bestialisch um? Die verdienen doch nichts, wofür es sich lohnt, zu morden. Schuften sich krumm und buckelig und dann reicht es am Ende des Monats kaum, um über die Runden zu kommen. Der Körper des alten Mannes ist durchlöchert wie ein Sieb. Jemand hat furchtbar gewütet. Die Kübel, in denen die Milch gewesen ist, liegen kreuz und quer verteilt. Die Mistgabel, das Tatwerkzeug, wie mir scheint, lehnt an einem Heuballen, versifft bis zum Abwinken. Hoffentlich finden sich genug Spuren vom Täter daran.

Ich ignoriere meinen knurrenden Magen, zünde mir eine weitere Kippe an und schicke die blasse Katrin raus auf den Hof. Ich muss jetzt wirklich bald mal ein ernstes Wort mit ihr reden. 447 Wörter

 

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Schere, Geldbörse, Notizen >>


Er packte die Schere vom Nachttisch. Sein Laptop, seine Notizen mit dem Einkauf, ein Glas, die Tablettenpackungen und die Geldbörse flogen zu Boden. Er kümmerte sich nicht darum.

Er stach wütend zu, immer weiter. Es zischte und augenblicklich sank sie in sich zusammen. Sein Schwanz war genauso schlaff wie sie, die unter ihm lag. Mit einem schmatzenden Geräusch zog er sein Glied aus ihrer Öffnung und starrte sie an. Wenigstens kein Blut. Er hasste Blut. Ihm wurde regelrecht schlecht. Schon die Vorstellung reichte aus, dass sich sein Magen zusammen zog, er würgen und kotzen musste. Was für eine Sauerei! Er schloss die Augen, um dieses Desaster wenigstens kurzzeitig nicht sehen zu müssen, aber der Gestank blieb. Das musste er selbst beseitigen, seine Mutter würde ihn lynchen, wenn sie das sah. Er würde noch genug erklären müssen, wenn sie den Gestank nach Erbrochenem riechen würde. Das bekam er bei der Hochsommerhitze nie raus, wenn sie in zwei Stunden erscheinen würde. Warum hatte er nicht bis morgen gewartet? Er hatte es eilig gehabt, der Druck war zu groß gewesen, als dass er ihn noch einen weiteren Tag ausgehalten hätte. Er war ein Idiot!

Er würde sie anrufen, ihr sagen, dass sie heute nicht zum Putzen kommen müsse. Dass er krank war, konnte er ihr nicht vormachen, dann würde sie mit einer Hühnersuppe auf der Matte stehen. Fieberhaft überlegte er sich eine Ausrede für sie. Dass er alleine putzen wollte zog bei ihr auch nicht. Sie würde sich selbst davon überzeugen wollen, dass er alles richtig gemacht hätte. Saugen, wischen, Staub, Spülmaschine, für all das hatte sie einen Plan, dem er nie gerecht wurde. Schon früher nicht, als er noch mit ihr unter einem Dach gelebt hatte. Das war lange her, aber dennoch behielt sie noch immer ihre schützende Hand und vor allen Dingen ihre wachsamen Augen über ihn.

Er stach auf das Bettlaken, die Matratze und das Kopfkissen ein. Im Nu verwandelte sich das Schlafzimmer in eine verklebte Masse aus Federn und Stoffteilen, dazwischen die Fetzen von Bianca, der Gummipuppe mit der schwarzen, langen Mähne und den üppigen Titten, die ihn ein bisschen an seine Mutter erinnerte. 355 Wörter.

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Diese drei Wörter sollen es heute sein >>

Ich sitze am Strand und schaue in die untergehende Sonne am Horizont. Ich liebe das Meer, die Weite und die entspannten Abende. Bis eben dachte ich auch noch, dass ich den Mann, der gerade noch neben mir saß, liebe. Während er lässig das Glas in der Hand hielt, den Arm auf seinem Knie abgestützt, teilte er mir mit, als ob es sich um ein gewöhnliches Ereignis handelte, das man eben mal so erzählte, dass er sich von mir trennt. Jetzt schlendert er zum Hotel zurück, als sei nichts gewesen.

Ich will jetzt nicht heulen. Am liebsten würde ich ihn umbringen, jetzt gleich, hier auf der Stelle! Der Hass kocht in mir hoch, auf ihn, auf die Schlampe, mit der er zusammen und die auch noch von ihm schwanger ist, und auf mich, weil ich nichts gemerkt hatte. Vor allem auf mich!

Wie kann er mit mir zwei Wochen auf dieser wunderbaren Insel verbringen, in dem Wissen, dass es aus ist? Wir hatten ausgelassene Tage, waren fürstlich essen, haben in den Diskos getanzt und die Bars unsicher gemacht, Wein und Sekt getrunken und uns ganz normal unterhalten.

Mit allem hätte ich an unserem letzten Abend auf der Insel gerechnet. Heiratsantrag, möglicher Jobwechsel von ihm, dazu ein notwendiger Umzug, wegen mir auch, dass er etwas ganz Neues anfangen will, weil es nicht so lief, wie er es sich vorstellte, aber doch nicht damit! Mit dem Job konnte es nichts zu tun haben, die Schlampe kannte er von dort. Deswegen die vielen Überstunden. Und ich habe schön brav daheim gehockt, gewartet, das Essen warm gehalten und den armen Mann auch noch bedauert, dass er so viel und bis spät in die Nacht hinein schuften musste. Ich war so blöd und so naiv. Das hatte ich jetzt davon! Ließ mich selbst im letzten Urlaub von ihm ausnutzen, auch wenn ich keine Ahnung gehabt hatte, dass es so kommen würde.

Langsam lasse ich Sand durch meine Finger rieseln. In meinem Kopf herrscht Chaos. Wie soll ich heute Nacht neben ihm schlafen, wenn ich weiß, dass morgen, nein jetzt schon, alles aus ist? 347 Wörter.

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Das Schreibtraining ging nach 30 Tagen zu Ende. Demnach hätte man sich fast jeden Tag mit einer 5- oder 10-Minutenübung aufgewärmt, die Timertechnik ausprobiert, seine 12 Kapitel am eigenen Projekt erstellt, Ideenfindung trainiert und ein Ideenbuch angelegt, in das man seine täglichen 10 Ideen notiert.

Hätte“ sagt schon aus, dass ich nicht alles gemacht habe. Das Ideenbuch ist angelegt, 10 Ideen täglich habe ich nicht notiert, aber ein paar schon. Meine 6 Kapitel am Projekt habe ich ad acta gelegt, es fehlt noch ordentlich Innenleben, um weitere Kapitel zu schreiben. Alleine mir fehlt der richtige Drive, daran zu schreiben. Also ist die Geschichte nicht gut genug, zieht mich nicht in den Bann. Solche Einsichten sind wertvoll, so verplempere ich keine Zeit mit unnötigen Dingen, die dann doch im Sand verlaufen. Weggelegt ist nicht gelöscht oder weggeworfen. Für jede Idee kommt die richtige Zeit.

Eine Idee, die ins rosa Notizbuch gewandert ist, hat mich aber gepackt, so werde ich diese weiter ausbauen, meine Karteikarten füllen und währenddessen entscheiden, ob ich damit weiter arbeiten will. Meist nutze ich die kleinen Kärtchen, um mir eine Einkaufsliste zu schreiben. Sie sind von der Größe perfekt für die Geldbörse und es passen mehrere Einkaufstage darauf. 🙂

 

 

Die 5 Minutenübung sollte zu den Wörtern Ameise, Wand und Tradition geschrieben werden. Habe ich einige Tage vor mir hergeschoben, nun aber erledigt. >>

Gleich kommt die Tante vom Jugendamt. Und wehe, ich benehme mich nicht, droht mir Mama, ich soll gefälligst meine Kleider in den Schrank räumen, das Bett machen und die Schuhe vor die Tür stellen.

In meinem Zimmer unterm Dach unseres alten Hauses stehe ich am Fenster, das mit alten Holzrahmen ausgestattet ist, der total absplittert und durch den es bei schlechtem Wetter immer herein zieht. Eine Schlange von Ameisen zieht sich von der Holzleiste des Fußbodens an der abgegriffenen Tapete mit Blumenmuster auf der Wand zum Fensterbrett, das ebenfalls aus morschem Holz ist, nach oben. Backpulver sollen wir auf die Ameisen tun, hat Uroma immer gesagt. Wie gerne würde ich mich jetzt in ihre Arme kuscheln, einen Kakao vor mir stehen haben und mich geborgen fühlen. Das alte Haus ist auch von Uroma, die es meiner Oma, dann meiner Mama vermacht hat. So will es die Tradition, sagte Uroma zu Oma, die dann später zu Mama. Bei mir endet die Tradition, ich bin kein Mädchen. Mama guckt immer so traurig, wenn sie das sagt und sie sagt es oft. Oma nickt dann immer, Uroma ist schon tot, im Himmel und schaut auf uns herab. Sie ist bestimmt über 100 Jahre alt gewesen. Wo die ganzen Männer aus unserer Familie sind, verrät mir niemand. Auch Uroma nicht, die hat mir sonst immer alles erzählt. Geheimnisse, sagte sie, gibt es in einer Familie nicht. Anscheinend doch, sonst wüsste ich, wo Uropa, Opa und Papa sind. Mama sagt mir auch nichts. Ich frage nicht mehr, weil sie mir am Anfang mit dem Kochlöffel gedroht und zum Schluss das Ding auf mir benutzt hat. Ich stochere mit einem Stock an der Wand herum, die Ameisen fallen ab wie Blätter von den Bäumen, wenn der Herbst kommt. Der ganze mühselige Aufmarsch der Ameisen in Richtung Fenster und Freiheit war umsonst. Jetzt sind sie wieder unten auf dem Boden. Wenn ich sie zertrete, dann brauchen sie nicht noch einmal da hoch zu wandern. Ich erspare denen also einen weiten Weg. Ich darf nur nicht so laut trampeln, sonst kommt Mama hoch, mit dem Kochlöffel.

Warum die Tante vom Jugendamt Tante heißt, sagt mir keiner. Was sie genau will, erst recht nicht. Nur dass sie gleich kommt. Mama ist schon den ganzen Morgen aufgeregt durch das Haus gerannt, hat hier geputzt, da sauber gemacht, Staub gewischt und Wäsche in die Waschmaschine gestopft. Sogar ein Kochtopf steht auf dem Herd. Da steht sonst nie einer. Als Oma noch laufen konnte, hat sie immer gekocht. Das geht seit einer Weile nicht mehr. In ihre Arme kann ich mich nicht kuscheln, Kakao kochen kann sie mir auch keinen.

Ich muss schnell runter. Ameisen von der Wand fegen ist eines, aber ich habe Nachbars Katze in den Schuppen gesperrt, will wissen, wie sie von innen aussieht. 465 Wörter.

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Das Schreibtraining geht in die Schlussphase. In den letzten Tagen gab es keine 5 oder 10 Minutenübungen. Zwei Übungen stehen bei mir noch aus. Nicht jeden Tag hatte ich Lust auf die genannten Wörter.

 

Morgen früh sollen wir das u. G. machen >>

 

[Zitat]

Du setzt dich einfach jeden Morgen hin und
schreibst 10 Ideen auf. Egal zu welchem Thema. Blogbeitragsüberschriften,
Titel für ein neues Buch, Ideen zu Geschichten, Charakteren, Ideen zu
einem neuen Business und so weiter. Es ist egal, aus welchem Bereich.“

 

Heute aber mit Schreibübung, in 5 Minuten und mit drei Wörtern: Feuer, Magie, Dunkelheit >>

Es knistert. Nicht nur das Feuer, das er am Strand entfacht hat. Um uns herum flirrt die Luft. Dicht an dicht stehen wir beisammen. Nur er und ich. In meinem Bauch flattern die Schmetterlinge aufgeregt hin und her. Jeden Augenblick wird sich sein Mund auf meinen senken, seine Lippen werden meine umschließen. Küss‘ mich endlich, formen meine Lippen lautlos. Die Nackenhaare richten sich erwartungsvoll auf, eine Gänsehaut zieht über meine Arme, es kribbelt überall. Tu‘ es jetzt, schreit es in mir. Ich spüre seinen warmen Atem an meinem Gesicht. Ich halte die Augen geschlossen, will den Moment voll und ganz genießen und bis zur letzten Sekunde auskosten. Mit jeder Faser meines Daseins.

Mensch, Jule, schläfst du?“ Unsanft erwache ich aus meinem Traum. Die Magie des Kusses verschwindet jäh in der Dunkelheit und ich komme in die Realität zurück. Neben mir sitzt Greta, meine Freundin, mit der ich mich zum Lernen verabredet habe. Das Thema ist so langweilig, dass ich etwas abgeschweift bin. Hoffentlich sieht sie mir nicht an, dass ich an Jonas gedacht habe. Sie kennt mich gut. Manchmal glaube ich, dass sie sogar meine Gedanken lesen kann. Jonas ist nämlich ihr Freund. Die beiden treffen sich nicht sehr oft und wenn, dann streiten sie nur. Mit Jonas würde ich mich nie streiten. Aber er ist für mich tabu. Egal, ob er mit Greta zusammen bleibt oder nicht. Den Freund der besten Freundin…, ein Nogo.

Wenn er nur nicht so verdammt gut aussehen würde. Und Geld hat er auch. Warum Greta ihn nicht besser behandelt, werde ich nie verstehen. Wenn ich sie darauf anspreche, macht sie komplett dicht, winkt ab und sagt, dass wir das ein anderes Mal besprechen wollen. Was wir aber nie tun. Vielleicht sollte ich ihn fragen. Heimlich. Aber die wenigen Male, bei denen ich ihm begegnet bin, hat er mich noch nicht mal angeguckt. Jonas hat nur Augen für Greta. Ich seufze innerlich, streiche Jonas aus meinen Gedanken und wende mich den Aufgaben zu, die wir heute unbedingt noch lösen müssen. 336 Wörter.

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Ich bin in Verzug, habe etwas geschludert. Heute sind es wieder 5 Minuten mit den Wörtern: Freude, Fantasie, Oberfläche >>

Die dunklen Warzen ihrer kleinen Brüste durchstoßen die Oberfläche nur knapp. Routiniert scanne ich den Tatort mit meinem Blick Zentimeter für Zentimeter ab. Das Bad ist nicht sehr groß, kaum dass ich darin meine 120 Kilo hin und her zu bewegen kann, schon ecke ich am Waschbecken und am Klo an. Die Frau in der Badewanne, oder was von ihr übrig geblieben ist, liegt in der rötlichen Brühe, ich schmecke Rost auf der Zunge. Das ändert sich nie. Der Geschmack auf der Zunge kehrt immer wieder, wenn ich Blut sehe. Ich wende den Kopf zur Tür links. Katrin, meine Assistentin, hat heute ihren ersten Tag, hält sich mit einer Hand den Mund zu, die andere liegt auf ihrem Bauch. Kein schöner Einstand, gleich so eine Leiche sehen zu müssen, bei der der halbe Schädel mit einer Bratpfanne zertrümmert wurde und fast nichts mehr übrig ist. Das Tatwerkzeug hat der Täter zu meiner Freude gleich neben der Badewanne fallen gelassen. Das erleichtert mir die Arbeit ein Stück weit. Hoffentlich kotzt Katrin nicht auf meinen Tatort. Mit einer Handbewegung versuche ich sie von der Tür weg und nach draußen zu verscheuchen. Der Täter muss mordsmäßig sauer auf das Opfer gewesen sein, wie sonst soll man diese Sauerei hier erklären. Wahrscheinlich der Mann, Freund oder vielleicht der Sohn. Ich muss mir noch die Hintergründe des Opfers und deren Umfeld ansehen. Katrin bringe ich natürlich bei, dass sie keine vorschnellen Schlüsse ziehen soll, aber meine Erfahrung lehrte mich, dass bei solchen häuslichen Gewalttaten der Täter im engeren Umfeld zu finden ist. Ich stecke meine Handschuhe in die Jackentasche, ziehe meine Zigarettenschachtel heraus. Eine Kippe im Mundwinkel will ich an Katrin vorbei, sie schwankt jetzt. Ich packe sie an den Schultern und schiebe sie in Richtung Wohnungstür, weg von diesem unglückseligen Ort. Hoffentlich geht meine Fantasie mit mir durch und die Geräusche, die Katrin von sich gibt, sind nur eingebildet. Es würde mich schon sehr ärgern, wenn sie mir meine neue Jacke vollkotzen würde. 329 Wörter

 

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