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Seit längerem beschäftige ich mich mit den Motiven von Serienmördern, Mördern allgemein und Gewaltverbrechern [Gibt es einen Unterschied zwischen einem Mörder und einem Gewaltverbrecher? Ist „morden“ nicht ein Gewaltverbrechen an und für sich? Muss man hier noch zwischen Gewalt und Gewalt differenzieren? Bei der Strafe wohl schon] und mit der Strafe, die diese Mörder erhalten (können). Unter anderem mit der Sicherheitsverwahrung. Gerade aktuell [Wir erinnern uns: Auch mittwochs ist Büchereitag!] habe ich mir das Buch „Gefährliche Freiheit“ von Peter Asprion ausgeliehen. Bei Büchern dieser Art blättere ich gerne erst einmal durch, lese quer, bevor ich es ganz lese.

Mein erstes Augenmerk fiel auf ein Zitat von Friedrich Wilhelm Nietzsche aus „Die fröhliche Wissenschaft“, die ich mir gleich auf den Kindle gezogen habe (Amazon: 0 EUR): „Die Strafe hat den Zweck, den zu bessern, welcher straft – das ist die letzte Zuflucht für die Verteidiger der Strafe.“ – Das Zitat ist ein paar Gedanken mehr wert!

Mein zweites Augenmerk fiel auf die Anzahl der Sicherheitsverwahrten in Deutschland: 500! [Quelle: „Gefährliche Freiheit“ von Peter Asprion, Seite 171].

Sind es tatsächlich nur so wenige?

Ich komme später noch einmal auf das Buch zurück, wenn ich es ganz gelesen habe.

Umpf

Ich habe mir die Antworten in Moodle der Mitstudierenden zum Aufgabenblock II im Kurs 03531 durchgelesen. Die haben ganz andere Sachen als ich. Das ist alles noch nicht korrigiert, aber die Tendenz ist anders. Ich werde das gleich noch einmal überprüfen, was ich verzapft habe. Üben, üben, üben.

Dabei wollte ich mich jetzt der Analyse des armen Spielmannes („Der arme Spielmann“ von Franz Grillparzer) widmen. Ich verschiebe das auf morgen.

Außerdem gibt es morgen wieder neue Bettlektüre: Mittwoch = Büchereitag!

Gelesen: Lisa Jackson: „Danger“ und

Milchgeld“ von Volker Klüpfel und Michael Kobr

(Es ergab sich nichts Nennenswertes mehr in dem Buch. Konsequent war, dass es bis zum Schluss langweilig blieb. Somit erspare ich mir weitere „Kluftinger-Fälle“. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Allgäu einfach nicht meine Region ist.)

Roman-Werkstatt

~ 17.05.2012 ~

Das vorletzte Paket ist vor ein paar Tagen angekommen. Ich dümpele weiß Gott wo herum. Ich sollte jetzt wirklich in die Spur kommen, wenn ich in absehbarer Zeit einen Teil des Lektorats für meinen Grömmitz in Anspruch nehmen will!

Ich verkrümele mich jetzt mit meiner Hausaufgabe…

~ 19.05.2012 ~

Ich schreibe viele Notizen. Das ist gut, das sagt mir, dass ich mich mit meinen Geschichten beschäftige. So soll es sein.

~ 20.05.2012 ~

Ich werde mir ein Rezensionsexemplar aus der Frankfurter Verlagsanstalt bestellen. „Die Schüchternheit der Pflaume“ von Fee Katrin Kanzler.

FeU L1:

~ 20.05.2012 ~

Der zweite Übungsaufgabenblock ist online. Die erste Aufgabe zum Kurs 03531 habe ich gelöst. Unter anderem sollte ein Ausschnitt aus Georg Heyms Gedicht „Der Krieg“ auf die Stilmittel untersucht werden. Um es genau zu nehmen: Georg Theodor Franz Artur Heym (*10.10.1887 / + 16.01.1912)

Mit der Aufgabe zum Kurs 03533 zur Grundstruktur zu Erzählungen beschäftige ich mich jetzt und die Aufgabe zum Kurs 03534 zur sozialgeschichtlichen Literaturtheorie kommt morgen dran.

Jetzt aber Gas geben! Ich will nächstes Semester P1 und G1 machen. G1 hätte ich überhaupt zuerst machen sollen, das würde viele Dinge geschichtlich-historisch beleuchten (glaube ich). Nun ist es, wie es ist.

Der Titel „Eingetütet“ hat die Besucherzahlen in schwindelerregende Höhen schnellen lassen. Ein Schelm, wer hier eindeutig Zweideutiges vermutet hat. :D Dazu gibt es bald wieder Neuigkeiten… 

WOW – ich habe es gemacht. Der Wettergott war mir milde gestimmt, es war nicht heiß, schon gar kein Regen. Okay, von der Seite lief es gut.

Ich war mit mir auch im Reinen, gut gelaunt, gut drauf. Also, los gehts. 16:04 Uhr.

Sagen wir es mal so: Das war eine Erfahrung für sich.

Die ersten 10 Kilometer (Hinweg) gab es keine Probleme, keine Zipperlein, es lief rund. Der iPod leistete, wie immer, zuverlässige Dienste. Es waren wenig Leute draußen, je tiefer ich in den Wald kam, desto weniger. Ab und zu mal ein Radfahrer, Gassi-Gänger, aber echt spärlich. Das kann ich leiden, hatte unterwegs sowieso am liebsten meine Ruhe. Einmal musste ich eine Schnellstraße überqueren, aber am Samstag Nachmittag war auch da nicht viel los, so dass die Verzögerung nur minimal war.

Bei Kilometer 8 dachte ich mir, noch 2 Kilometer hin, ja nimmt das denn nie ein Ende? Und dann alles wieder zurück? Hilfe! Ich war an einer besonders dunklen Stelle im Wald, wo oben kein Sonnenlicht durchschien. Alle schlechten Figuren, von denen ich je gelesen hatte, begegneten mir. Ich verdrängte das erfolgreich und konzentrierte mich aufs Laufen und die Musik aus dem iPod. Rechts oder links abkürzen war nicht, viel zu viel Schiss, dass ich mich verirre und am Ende NOCH WEITER laufen musste.

Irgendwann war die erste Hälfte geschafft. Keine spürbare Freude, sondern: Oh Gott und jetzt alles zurück! Bloß nicht anhalten, einfach umkehren und gleich weiter. Wann kam endlich die verflixte Straße, die ich überqueren musste? Warum knipste keiner das Licht an? Im Wald sah auch alles gleich aus, so dass ich, bis auf die Wegweiser, nichts hatte, was deutlich wieder erkennbar gewesen wäre… Stimmte nicht: eine Grillhütte, eine Kiesgrube, angemalte Bäume mit Nummern und Buchstaben, aufgestapelte Baumstämme …

Zwischendurch hatte ich mir gewünscht, dass doch mal jemand vorbei kommen würde, den ich begleiten könnte. Alleine laufen war gut, aber doch nicht so lange und so weit.

Ha! Kurz nach der Überquerung der Schnellstraße sprang tatsächlich ein Mann aus dem Wald (Pinkelpause?). Den wollte ich diskret verfolgen, ich brauchte ein bisschen dieses Wir-Gefühl. Aber der war zu langsam, drehte sich zudem erschrocken um. Als ob ich dem was machen würde… ? Okay, schnell überholen und weg. Der Gedanke, dass der noch länger als ich unterwegs sein wird, bei dessen Tempo, hatte etwas Tröstliches. Außerdem schmerzten mittlerweile die Fußsohlen, jeder Stein war spürbar und es tat ätzend weh. Krankenwagen, Samariter? Zuschauer, die klatschten und motivierten und Wasser reichten? Die Musiker, die einen pushten? Wunschgedanken einer armen Irren.

Der Wald wollte und wollte kein Ende nehmen.

Endlich! Licht, Ende Wald! Noch 2 Kilometer, aber das Wohnhaus schon in Sicht. Yummi. Ihr glaubt nicht, wie w e i t 2 Kilometer sein konnten, ich hatte das Gefühl, ich kam gar nicht mehr voran. Die Schritte waren nur mehr Getrippel, die Füße machten, was sie wollten, von Tempo konnte keine Rede sein. Letzte Ampel, auch noch rot. Warten, ausruhen. Grün: Die Füße wollten sich nicht bewegen, die Waden schmerzten, also langsam machen. Noch langsamer? Hoffentlich bot mir keiner Hilfe an, um die Straße zu überqueren. Dann würde ich am Rad drehen, die Laufstäbchen zertrümmern. Puh, niemand, Glück gehabt. Der Boden fühlte sich an, als ob dieser schwebte, sich bewegte…

Zu Hause direkt auf den Aufzug zugesteuert. Keinen Gedanken an das Treppenhaus verschwendet, das ich sonst bevorzugte. Endlich daheim. 18:49 Uhr.

In der Zeit laufen andere einen kompletten Marathon (42,2 Kilometer), aber wen juckt das? Wo ist die Medaille?

Zu Hause tigerte ich noch ein paar gute Runden um den Tisch, weil Krämpfe in den Waden, an den Fußzehen. Masseur? Schön wäre es. Badewanne tut es auch. Dicke Jacke zu mir, es ist kalt!

Ob das nach Wiederholung schreit? :D

 

 

 

 

 

 

 

Eingetütet!

Wie soll da einer einen klaren Gedanken fassen? Eintüten der Vorderseite des Hauses ginge ja noch, aber es wird gesägt, gebohrt, gehämmert, auch werden die Büsche mit einem Benzin betriebenen Gerät vom Hausmeister beschnitten, damit die Gerüstbauer am Haus genug Platz für eben jenes Gerüst haben. Es ist eine Qual. Laut. Unausstehlich.

Die Männer, die damit beauftragt sind, das Haus einzutüten, sind allesamt sehr nett.

Gott sei Dank, habe ich noch die andere Seite, dort ist es ruhig, bis auf ein paar Kinder. Das ist Balsam für die Seele. ;)

Es ist 16:45 Uhr ~ wann machen die endlich Feierabend?

Ich will Wochenende haben, Sonne ist schon da!

Das Gerüst ist erstellt, fehlen nur noch die Inhalte…

WIE

Zeit: a) Ordnung (Welche Reihenfolge?) b) Dauer (Wie lange?) c) Frequenz (Wie oft?)

Modus: a) Distanz (Wie mittelbar wird das Erzählte präsentiert?) ~ Erzählung von Ereignissen ~ Erzählung von Worten b) Fokalisierung (Aus welcher Sicht wird erzählt?)

Stimme: a) Zeitpunkt des Erzählens (Wann wird erzählt?) b) Ort des Erzählens (Auf welcher Eben wird erzählt?) c) Stellung des Erzählers zum Geschehen (In welchem Maße ist der Erzähler am Geschehen beteiligt?) d) Subjekt und Adressat des Erzählens (Wer erzählt wem?)

WAS

[Handlung] Elemente und Handlung: a) Ereignis ~ Geschehen ~ Geschichte b) Motivierung c) Die doppelte Zeitperspektive des Erzählens

[Erzählte Welten]

…die dann folgen sollten. Da wären „Das Urteil“ von Kafka und „Der arme Spielmann“ von Grillparzer.

 

Das Urteil“ ~ Franz Kafka

Meine Interpretation der Geschichte deckt sich in groben Zügen mit der von Scheffel. Ich habe nicht alles bedacht, was in der Modellanalyse dazu erklärt wird. Dabei denke ich schon eine gute Weile über den Text nach. Ich werde mich jetzt ausgiebig mit dem Strukturalismus beschäftigen (müssen), um Scheffel folgen zu können, und weiter an dem Text arbeiten. Und nicht den Grillparzer aus den Augen verlieren, weil das ja der Prüfungstext sein wird.

Außerdem fertige ich mir Karteilkarten mit den Begrifflichkeiten, davon gibt es ziemlich viele, die ich ständig wiederholen werde. Meine Inhalte zu „Das Urteil“ stelle ich beim Studienservice ein, vielleicht mag jemand mit mir darüber diskutieren.

Ich bin entzückt!

Die örtliche Bücherei öffnet nun an drei Nachmittagen in der Woche! Das finde ich gut, auch wenn es dort keine Fachliteratur gibt, aber gelesen wird immer! :)

 

 

~ 30.04.2012 ~

Lesen:

Lisa Jackson: Der Skorpion.

Ich habe noch mehr gelesen, unter anderem „Deutschstunde“ von Lenz, „Mein Name sei Gantenbein“ von Frisch, „Brandgeruch“ von S. Mergolina, „Hölderlin. Eine Winterreise“ von Th. Knubben, „Max Frisch. Sein Leben, seine Bücher“ von V. Weidermann.

Schreiben:

Der Grömmitz verfolgt mich immer noch, auch wenn ich aktuell nichts Neues darüber im Blog habe. Diesmal aus einer anderen Perspektive, aus Sicht der Tochter, die zu Beginn des Projekts schon ermordet wurde. Ich versuche es gerade in Worte zu fassen, was mich bzw. sie (uns?) umtreibt. Dran bleiben! Davon wird Elli zwar nicht lebendig, aber Grömmitz kommt vielleicht [bei mir wieder] in die Gänge.

Musik:

Herold and Maude (alle Stücke)

Adele (Rolling in the deep)

 

Neu geliehen im Mai:

Lisa Jackson: “Danger

und einen „Kluftinger“, von dem ich schon viel gelesen habe, der mich aber aktuell total langweilt, weil alles sehr spießig und tröge ist. Vielleicht ändert sich das noch? Was ist spießig? Was ist tröge? Für mich: Es gibt absolut nichts, das mich in das Werk hineinzieht, es ist keine Spannung da, es gibt keine Figuren, denen ich folgen möchte, nichts, das darauf schließen lässt, dass bald etwas passiert, weswegen ich weiter lesen müsste. Noch ist es nicht verloren, aber fast…

 

~ 04.05.2012 ~

Seit ein paar Tagen habe ich „Kafkas >Urteil< und die Literaturtheorie (Zehn Modellanalysen)“ da und das ist eine harte Nuss! Ich komme bald darauf zurück.

 

 

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